Im Café Züri fühlen sich Senioren wohl

Wettbewerb: Märkisches Viertel zeichnet seniorenfreundlichstes Unternehmen aus.

Anwohner haben entschieden: Nirgendwo im Märkischen Viertel fühlen sich Senioren so wohl wie im Café Züri. Das Netzwerk Märkisches Viertel rief in den vergangenen Monaten alle Senioren aus der Großwohnsiedlung dazu auf, ihre Stimme zum Wettbewerb „Senioren willkommen“ abzugeben. Mit dem Wettbewerb werden Unternehmen und Dienstleister sowie deren Mitarbeiter geehrt, die im täglichen Kundengeschäft besonders intensiv auf die Bedürfnisse von Senioren eingehen. Die feierliche Preisverleihung fand kürzlich im „Face-Haus der Familie“ am Wilhelmsruher Damm in Anwesenheit von Akteuren aus dem Märkischen Viertel sowie Vertretern der Bezirkspolitik und der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau statt.

Vier Gewinner

Das Café Züri wurde dabei mit einer deutlichen Mehrheit auf den ersten Platz gewählt. Das Café überzeugt durch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals, mit seiner angenehmen Atmosphäre, den ausreichenden Sitzgelegenheiten und dem barrierefreien Zugang. Hier stimmen die Preise und es gibt das ganze Jahr Eis, wie die Teilnehmer außerdem lobten. Beim diesjährigen Wettbewerb wurden insgesamt vier Unternehmen aus dem Märkischen Viertel ausgezeichnet. Wegen der gleichen Stimmenanzahl wurde der zweite Platz doppelt vergeben, der an die Berliner Sparkasse und den Edeka-Aktivmarkt am Senftenberger Ring ging. Das Kaufland in der Märkischen Zeile wurde auf den dritten Platz gewählt. Das Café Züri kann sich bereits zum zweiten Mal mit dem Titel „seniorenfreundlichstes Unternehmen“ schmücken. Den beiden Inhaber Nadine und Oliver Friesicke ist vor allem ein persönlicher Umgang mit ihren Besuchern wichtig. „Weil wir direkt an das Vitanas Seniorenzentrum im Senftenberger Ring 51 angeschlossen sind, haben wir von Anfang an viel Wert auf eine barrierefreie Einrichtung gelegt“, so Oliver Friesicke. Die beiden gelernten Gastronomen betonen aber, dass sie ihr Café eher als Treffpunkt der Generationen betrachten. „Auch junge Menschen kommen gerne zu uns.“

Gute Entwicklung

Massoud Jamshidpour, Vorsitzender der Seniorenvertretung Reinickendorf, vergibt nicht nur den ausgezeichneten Unternehmen, sondern auch dem gesamten Märkischen Viertel gute Noten in Sachen Seniorenfreundlichkeit. Der Ortsteil hätte in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität für ältere Menschen zugenommen. „Noch vor einigen Jahren habe ich oft gehört, dass Senioren das Märkische Viertel verlassen, weil sie sich dort nicht wohlgefühlt haben“, erzählt Jamshidpour. Heute kämen viele wieder in den Ortsteil zurück. Zum einen, weil die Wohnungen an dem Standort an Barrierefreiheit dazugewonnen hätten. Außerdem gebe es im Märkischen Viertel inzwischen eine gute Vernetzung zwischen den älteren Anwohnern.

Nabila Lalee

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