Ai Weiwei lehrt an der UdK

Von der Kunst, Kunst zu lehren: Ai Weiwei beginnt Gastprofessur an der UdK Berlin.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei unterrichtet ab diesem Wintersemester im Rahmen einer dreijährigen Einstein-Gastprofessur an der Universität der Künste in Berlin (UdK). Schon im November nimmt eine Klasse aus 16 Studenten die Lehre bei Ai Weiwei auf. Mehr als 100 Studierende aller UdK-Fakultäten hatten sich für die Zulassung in den Ai Weiwei-Studiengang beworben, um bei, mit und von dem vielseitigen Künstler und Chinas Regimekritiker zu lernen. Doch „nur mit maximal 16 Studierenden kann auch ein gelungener Austausch stattfinden“, betonte der in Peking geborene Künstler bei der Pressekonferenz in der UdK am Montagmorgen.

Persönlich ausgewählt

CR_LVS_CH_PA261288

Ai Weiwei auf der UdK-Pressekonferenz

Prof. Ai selbst führte während der vergangenen Monate, die er nach der Aufhebung seines Ausreiseverbotes aus China im Juli in Berlin lebt, in diesem Auswahlprozess persönliche Gespräche mit allen Bewerbern. Nun zählen die Medien, Fotografie, Philosophie, Ästhetik, das Internet mit seinen vielen Möglichkeiten als künstlerisches Ausdrucksmittel und Informationskanal und auch das Thema „Flüchtlinge“ zu Ai Weiweis Lehrinhalten und Projektarbeit in den kommenden drei Jahren. Am 1. November, 17 Uhr, findet seine Antrittsvorlesung im Konzertsaal der Universität statt. Unter dem Titel „Kunst (lehren)“ spricht er mit Lehrenden der UdK Berlin über Kunst und die Kunst, Kunst zu lehren. Das Kartenkontingent war bereits zwei Tage nach Bereitstellung vergeben. Die Veranstaltung kann jedoch per Livestream im Internet mitverfolgt werden. „Mit dieser Einstein-Gastprofessur binden wir einen herausragenden Künstler an unsere Stadt. Ai Weiweis künstlerische Arbeit als Bildhauer, Performance-Künstler, Filmemacher und Architekt schafft Perspektiven, die eine Vielzahl von Denk- und Handlungsräumen eröffnen“, sagte Prof. Günter Stock von der Einstein Stiftung Berlin.

Gute Gründe

Bereits im Dezember 2010 war das Verfahren zur Berufung Ai Weiweis an die UdK aufgenommen worden. Doch im April 2011 wurde der Künstler und Regimekritiker von der chinesischen Regierung inhaftiert. Die Einstein Stiftung stimmte kurze Zeit später dem Antrag der UdK zur Etablierung der Ai Weiwei-Professur zu. Erste und konkrete Gespräche zwischen Ai Weiwei und Professor Martin Rennert, Präsident der UdK Berlin, zur Einrichtung einer solchen wurden im August dieses Jahres geführt. „Es gab gute Gründe, ihn vor Jahren an die UdK Berlin holen zu wollen. Nun war es endlich möglich, und unsere ersten Gespräche lassen mich sehr gespannt auf seine Arbeit mit unseren Studierenden sehen“, sagte Professor Martin Rennert.

Text & Bilder: Michaela Bavandi 

WEITERSAGEN

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen