Zehn Jahre im Wandel

Bilanz: QM Flughafenstraße bereitet Ausstellung vor.

Im Flughafenkiez ist einiges in Bewegung geraten. Das ist auch ein Verdienst des Quartiersmanagements (QM), das im Herbst 2005 seine Arbeit aufgenommen hat. und seitdem viel verändert. Zum zehnjährigen Bestehen des QM-Standortes in der Erlanger Straße plant das Team jetzt eine umfangreiche Ausstellung über seine Arbeit. Die Schau wird am 19. Januar 2016 im Quartiersbüro eröffnet und zeigt die Entwicklung des Kiezes und die Arbeit des QMs.

Kleine Erfolge

Heykal Guiza, Aysel Safak  und Thomas Helfen

Heykal Guiza, Aysel Safak und Thomas Helfen

„Wir wollen mit der Ausstellung Interesse wecken, selbst im Quartiersrat mitzumachen“, teilt das QM-Team mit. Als technisches Highlight sollen die Ausstellungstafeln per QR-Code mit bestimmten Orten im Kiez verknüpft werden. Besucher können so über ihr Smartphone weitere Informationen zum Ausstellungsort erhalten. Wer beim Quartiersmanagement mitmachen und bei den Vorbereitungen zur Ausstellung mithelfen möchte, kann sich im Quartiersbüro melden. Dort gibt es auch weitere Informationen über die Aufgaben des Quartiersrats. „Unser größter Erfolg sind die vielen kleinen Erfolge“, bilanziert QM-Mitarbeiter Thomas Helfen die vergangene Dekade im Kiez. Als Beispiel nennt er die Entwicklung der Albert-Schweitzer-Schule: Im Jahr 2006 war die „Problemschule“ noch von Schließung bedroht. Bis 2013 hat sich die Zahl der Abiturienten vervierfacht. Das sei auch dem Coaching-Modell für Schüler zu verdanken, das das QM gemeinsam mit dem Türkisch-Deutschen Zentrum auf den Weg gebracht habe. Das QM war auch daran beteiligt, ein Ganztagskonzept für das Gymnasium zu entwickeln. Darauf greifen inzwischen auch Gymnasien in anderen Bezirken zurück, sagt Helfen.

„Unser Kernthema bleibt der Aufbau von Netzwerken und Bürgerbeteiligung“, betont Helfen. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung lässt sich darin eine Herausforderung sehen. „2006 hatte das Quartier 8.174 Einwohner, jetzt sind es ungefähr 9.200, und das ohne eine einzige neugebaute Wohnung“, so der gelernte Stadtplaner.

Um den Zusammenhalt und Austausch im Kiez weiter voranzutreiben, sollen „Ankerpunkte“ wie Bildungs- und Nachbarschaftseinrichtungen gestärkt werden. Doch ein fester Standort für die Nachbarschaftsarbeit sei in dem dichtbebauten Gebiet noch nicht gefunden worden. Helfen schwebt eine Nachbarschaftsetage vor, die in einem Bestandsgebäude eröffnet werden könnte. Keine Frage: Im Flughafenkiez bleibt viel zu tun. Helfen rechnet mit einer „gesicherten Arbeitsgrundlage“ bis zum Jahr 2020.

Text: Nils Michaelis / Bilder: imago/Steinach/Flughafenstraße

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