Nostalgie pur

Sport: Die große Welt des Handballs im Sportforum.

Wollen auch in der Traditionshalle im  Sportforum triumphieren: die Berliner Füchse

Wollen auch in der Traditionshalle im Sportforum triumphieren: die Berliner Füchse

Noch nie war die Suche nach einer Spielstätte für die Füchse Berlin so schwierig. Weil die Max-Schmeling-Halle am Wochenende 21. und 22. November durch die Cheerleading-WM belegt ist, brauchten die Berliner Handballer eine Ausweichmöglichkeit. Nach zahlreichen Absagen wurden die Füchse im Hohenschönhausener Sportforum fündig und spielen am 21. November, um 16 Uhr, in der altehrwürdigen Großen Halle am Weißenseer Weg. „Wir freuen uns, dass wir unseren Fans endlich eine Spielstätte präsentieren können. Ich möchte mich ausdrücklich bei Oleg Krüger von der Senatsverwaltung und bei den vielen Partnern, die uns jetzt unterstützen, bedanken“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. „Die Große Halle im Sportforum ist natürlich deutlich kleiner als unser Fuchsbau, die Max-Schmeling-Halle. Ich denke aber, dass es trotzdem eine gute Alternative ist. Die Halle hat Charme und dort fanden schon zahlreiche große Sportereignisse statt. Das ist Nostalgie pur“, so Hanning.

Große Vergangenheit

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In der Erfolgsspur: Jetzt auch an neuer Spielstätte?

„Die Halle hat auch eine große Handball-Vergangenheit. Bis 1989 hat der SC Dynamo Berlin hier seine Heimspiele in der DDR-Oberliga und die Europapokal-Partien ausgetragen“, fasst der Leiter des Sportforums, Oleg Krüger, zusammen. Natürlich finden in der Großen Halle im Sportforum deutlich weniger Zuschauer Platz als in der Max-Schmeling-Halle, in die bei Spitzenspielen bis zu 9.000 Zuschauer kommen. „Ich bin mir aber sicher, dass wir mit Hilfe unserer Fans auch mit der kleinen Zuschauerzahl dort eine richtig gute Stimmung erzeugen werden“, sagt Bob Hanning. „Ob Chambéry sich einen Gefallen getan hat, uns in die kleine Halle zu zwingen, wird sich zeigen. Wir bauen auf einen Hexenkessel“, so der Geschäftsführer weiter.

Handball verdient

Dass die Halle mit ihren dann zu 2.200 Plätzen umgebauten Rängen zu einem Hexenkessel werden kann, glaubt auch Ex-Handballer Rainer Höft. Seine mit diesem Ort verbundene Handball-Vergangenheit liegt schon etwas länger zurück. Bis 1989 hat der SC Dynamo Berlin dort seine Heimspiele in der DDR-Oberliga und die Europapokal-Partien ausgetragen, in dessen Kadern damals auch der Goldmedaillengewinner von 1980 stand. „Die Halle am Weißenseer Weg war traditionell eine gute Handball-Halle und es war nicht einfach für andere Mannschaften, hier in Berlin zu gewinnen. Die Halle hat einfach auch den Handball verdient. Schön, dass der Sport hierher zurückkehrt.“ Für die Füchse ist dies der Start in die Mission Titelverteidigung im Europapokal. Höft traut dem Team einiges zu: „Ich denke, dass die Füchse international dieses erfolgreich durchziehen könnten.“

red/ylla / Bilder: www.foto-laechler.de

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