Der weihnachtliche Fakten-Check

Freizeit: Berliner Abendblatt testete den traditionellen Weihnachtmarkt rund um die Dorfaue.

Die Dorfaue am Teltower Damm erstrahlt wieder im weihnachtlichen Lichterglanz, es duftet nach Glühwein, Bratwurst und gebrannten Mandeln. Als gemütlichen „Kiez-Weihnachtsmarkt“ hatte ihn der ehemalige Stadtrat Norbert Schmidt (CDU) im vergangenen Jahr gelobt. Das Berliner Abendblatt wollte es ganz genau wissen: Wie viel Flair hat der Weihnachtsmarkt, wie kinderfreundlich ist er, was bieten die Holzhütten kulinarisch und an originellem Kunsthandwerk? Ein weihnachtlicher Fakten-Check.

Familienfreundliches Flair

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Liebevolle Handarbeiten finden sich für vielerlei Geschmäcker

Mit seinen rustikalen Holzhütten und -zäunen wirkt der Weihnachtsmarkt wie eine kleine Oase im hektischen Alltag der Vorweihnachtszeit. „Wir machen hier kurz Pause von der Uni“, sagt Studentin Sandra. Besonders am frühen Nachmittag herrscht hier eine unaufgeregte Stimmung, kein Gedränge und Geschiebe. Perfekt für Familien mit kleinen Kindern. Wer gerne drinnen im Warmen sitzt, findet in einer der gemütlichen Hütten Platz. Und wer lieber den Lichterglanz in den illuminierten Bäumen an der Dorfaue genießen will, trinkt seinen Punsch eben draußen an einem der vielen runden Stehtische. Fazit: Gemütliche Kiez- und Skihütten-Atmosphäre.

Kulinarische Vielfalt

Das Speisenangebot beschränkt sich eher auf Thüringer Rostbratwurst aus Rudolstadt (2,50 Euro), Krakauer, China- und Champignonpfanne (drei Euro). Besonders zu empfehlen ist die Feuerzangenbowle (2,50 Euro). Aber Vorsicht: Die hat es in sich. Ein Glas Glühwein kosten 2,50 Euro. Mit einem Schuss Amaretto oder Grand Marnier einen Euro mehr. Natürlich gibt es auch alkoholfreien Punsch und Schokolade mit Sahne. Fazit: einfach, aber lecker.

Kein Ramsch

Ramsch und Trödel ist hier nicht zu finden. Auf einer kleinen Kunstmeile bieten Hobbykünstler und Bastler selbstgemalte Bilder, Batik-Seidentücher, Schnitzereien, Strick- und Häkelarbeiten, Weihnachtsdekor in allen Facetten an. Fazit: Kein Kommerz, hochwertiges Kunsthandwerk.

Angebote für Kinder

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Einmal mit der Eisenbahn um die Krippe – bitte einsteigen!

Die Attraktion ist eine 20 mal 18 Meter große Eisbahn (Titelfoto). Für 2,50 Euro kann hier jeder seine Runden drehen. Wer keine Schlittschuhe dabei hat, kein Problem: Für 2,50 Euro können sie vor Ort geliehen werden. Eine Fahrt mit der Kindereisenbahn um die Krippe mit der heiligen Familie kostet 1,50 Euro. In einer Bastelhütte können Kinder ihre Weihnachtsgeschenke selbst fertigen. Einziger Kritikpunkt: Eine Treppe in der Mitte des Platzes ist für Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer nur schwer zu überwinden. Fazit: Bei Kindern kommt an der Dorfaue keine Langeweile auf.

Philip Aubreville / Bilder: Sara Klinke (1x), Philip Aubreville (2x)

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