Kerzenschein zu Weihnachten

Vorsicht: Welche Maßnahmen das Brandrisiko verringern.

Warmer Kerzenschein sorgt in der Weihnachtszeit für feierliche und gemütliche Stimmung. Jedes Jahr aber leider auch für in Flammen aufgehende Adventskränze und Weihnachtsbäume. Auch defekte elektrische Lichterketten und von elektrischer Weihnachtsdeko überlastete Steckdosen machen den Dezember zur Hochsaison für die Feuerwehr. Rolf Mertens, Versicherungsexperte bei Ergo, erläutert, welche Vorsichtsmaßnahmen Brände verhindern können und warum Rauchmelder ein „Muss“ sind.

Vorsorge schützt

Regelmäßig zur Weihnachtszeit nehmen Brandschäden um etwa 40 Prozent im Vergleich zu den Frühjahrs- bis Herbstmonaten zu. Meist sind brennende Adventskränze oder Christbäume die Ursache. Welche Maßnahmen helfen, die Brandgefahr zu verringern? Viele Menschen wollen auf ihrem Weihnachtsbaum oder Adventskranz echte Kerzen leuchten sehen. Damit steigt auch die Brandgefahr. Daher ist es wichtig, dass Liebhaber von Wachskerzen einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, falls doch eine Kerze zu zündeln beginnt: Es ist wichtig, immer einen Eimer Wasser in Reichweite zu haben. Zudem ist es empfehlenswert, die Kerzen in eine feste Halterung aus nichtbrennbarem Material wie Metall zu stecken und weit entfernt von brennbaren Gegenständen wie Vorhängen oder Geschenkpapier zu platzieren. Die Kerzen sollen nicht unbeaufsichtigt brennen und rechtzeitig, vor dem kompletten Herunterbrennen, gelöscht werden. Hier helfen Sicherheitskerzen, deren Docht knapp vor dem Kerzenboden endet. Und: Kerzen sowie Feuerzeuge und Streichhölzer von Kindern fernhalten! Was elektrischen Lichterschmuck anbelangt, sollten einzelne Steckdosen damit nicht überlastet werden. Sind mehrere Lichterketten und elektrische Geräte an nur einer Steckdose angeschlossen, können die Geräte durchschmoren und Brände verursachen.

Geruchssinn schläft

Brandschutzexperten raten dazu, Rauchmelder in Privathaushalten zu installieren. Sie verhindern zwar keine Brände, können aber zur Rettung von Menschen beitragen. Zum Beispiel, weil sie der Alarm rechtzeitig weckt und sie so vor Rauch und Flammen fliehen können. Besonders gefährlich sind Brände in der Nacht. Im Schlaf nehmen wir den Brandgeruch gar nicht oder erst sehr spät wahr. Der Grund: Im Gegensatz zum Gehör ist der Geruchssinn im Schlaf ausgeschaltet. Das kann zur tödlichen Gefahr werden. Die bei einem Wohnungsbrand freigesetzten hochgiftigen Gase machen einen Menschen in kurzer Zeit bewusstlos.

Ergo / Bild: ergo Versicherungsgruppe

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