Spandau weigert sich

Keine Turnhallen für Geflohene.

Als erster Bezirk hat sich Spandau formal für den Erhalt seiner Turnhallen eingesetzt und sich geweigert, sie für die Flüchtlingsunterbringung bereit zu stellen. Die Forderung von Sozialsenator Czaja und Staatssekretär Dieter Glietsch ist jetzt Geschichte.

„Ich begrüße es sehr, dass die Sicherstellung von Spandauer Sporthallen zur Belegung mit Flüchtlingen nun offenbar vom Tisch ist. Grundsätzlich kann der Bezirk weitere Flüchtlinge aufnehmen und wird sie weiterhin willkommen heißen. Sporthallen werden wir dafür aber mehr nicht zur Verfügung stellen,“ erklärt Bezirksbürgermeister Kleebank. Eine schriftliche Mitteilung von Senator Czaja oder Staatssekretär Glietsch über die Rücknahme der Belegungsabsicht liegt dem Bezirksamt allerdings derzeit nicht vor. Auch die CDU-Stadträte Gerhard Hanke, Frank Bewig und Carsten Röding widersetzten sich der Forderung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, der auch Turnhallen zur Unterbringung von Flüchtlingen heranziehen wollte. An verschiedenen Stellen werden derzeit in Spandau Immobilien und Traglufthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen geprüft und entwickelt. Die Gesamtzahl allein dieser Standorte haben ein Gesamtvolumen
von mindestens 3.000 bis 4.000 relativ kurzfristig verfügbaren zusätzlichen Plätzen im Bezirk. Dies entspräche mindestens 15 bis 20 Turnhallen.

aw

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