Tristan-Otto zeigt seine Zähne

Sensation: Das Museum für Naturkunde präsentiert Europas einzigen T-Rex.

Berlin ist um einen Publikumsmagneten und ein einmaliges Forschungsobjekt reicher. Mit Tristan-Otto ist seit 17. Dezember eines der weltweit am besten erhaltenen Exemplare des Tyrannosaurus rex in einer eigenen Ausstellung für jeden zugänglich. Der Superdino gilt unter internationalen Experten als einzigartiger Fund. Am Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, wird das Skelett die kommenden Jahre durch ein eigenes Forscher-Team und mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung, Industrie und Gesellschaft beforscht. Das Museum für Naturkunde setzt damit einen neuen Meilenstein: Es zeigt das zu diesem Zeitpunkt einzige Originalskelett eines T-Rex in Europa und lässt die Ergebnisse der Forschungsteams nach und nach in die Ausstellung einfließen.

Volle Größe

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Stolzer Besitzer: der Däne Nils Nielsen

Die Inszenierung ist einmalig: Das zwölf Meter lange Skelett und der nahezu vollständige Schädel des gigantischen Raubsauriers sind im Original und in voller Größe zu sehen. Die Ausstellung ist aber mehr als reine Inszenierung – mit Originalobjekten, außergewöhnlichen Medieninstallationen und spannenden Geschichten eröffnet sie dem Besucher einen Einblick in die Forschung rund um Tristan. Was zum Beispiel verraten die Knochen uns über das Leben von Tristan: Welche Krankheiten hatte er, welches Gewicht, welche Beweglichkeit, Geschwindigkeit, Beißkraft? Mit den Ergebnissen des Forschungsprogramms wird die Ausstellung über die kommenden Jahre wachsen, sich verändern und die Besucher auf dieser Unternehmung mitnehmen. Das Museum für Naturkunde ist nicht nur für seine Ausstellungen weltweit bekannt, sondern auch als Forschungsmuseum, das mit Wissenschaftspartnern in über 60 Ländern kooperiert. „Wir widmen uns aktuellen Fragestellungen, indem wir die Vergangenheit erforschen und unser Wissen und unsere Expertise dazu verwenden, die Zukunft unseres Planeten mitzugestalten. Mit Tristan setzen wir diese Entwicklung konsequent fort“, sagt Generaldirektor Prof. Johannes Vogel. „Tristan ist einzigartig und eine einmalige Chance: Für die Stadt Berlin, für Deutschland und die Naturforschung weltweit.“

Perfekter Ort

Das Skelett des Tyrannosaurus rex wurde 2010 in Montana, USA, gefunden und gilt unter internationalen Experten als einmaliger Fund. „Das Museum für Naturkunde Berlin ist ein international anerkanntes Museum mit hervorragenden Ausstellungen und Forschung, besonders im Bereich Dinosaurier. Daher erschien es mir als der perfekte Ort für Tristan“, so Mäzen und T-Rex-Eigentümer Niels Nielsen, der das Riesenskelett nach seinem Sohn benannte. Ermöglicht wird die Ausstellung durch das Engagement der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, die die Versicherung für den Tyrannosaurus rex realisierte. Senatorin Cornelia Yzer: „Berlin ist zwar um Millionen Jahre gealtert, aber um eine wirklich große Attraktion reicher.“

Weitere Informationen
Museum für Naturkunde Berlin
Invalidenstraße 43, 10115 Berlin-Mitte
(030) 20 93 85 91

mw / Bilder: Carola Radke/Museum für Naturkunde / Nils Nielsen

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