Kaulsdorfer Kaffeeschätzchen im Vortrag

Historiker präsentiert die „Moccadur“.

Ihre Herkunft aus dem mitteleren 20. Jahrhundert sieht man ihr sehr wohl an. Schließlich passt ihr Outfit aus Chrom und mit Schliff verziertem Glas in die Zeit des Rock‘n‘Roll und der glanzvollen Ausstrahlung. Von ihrem zeitlosen Glanz hat die Moccadur-Kaffeemaschine auch im beginnenden 21. Jahrhundert nichts einbüßen müssen: Sie ist eine Lady unter den Kaffeemaschinen, die ihren Ursprung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und da im Ortsteil Kaulsdorf hat. Grund genug also für Historiker Dr. Manfred Teresiak vom Heimatverein Marzahn-Hellersdorf mit einem Lichtbildvortrag über die Kaffeemaschine „Moccadur“ aus Kaulsdorf und deren Erfinder aus Biesdorf zu berichten: Otto Bengtson erfand 1969 den Kaffeevollautomaten mit integrierter Mühle, der von seiner Otto Bengtson KG schließlich auch vermarktet wurde. Mitte der 1970er Jahre wurde das Gerät zum deutschen Exportschlager und war die Grundlage aller heutiger Entwicklungen. In dem Vortrag von Manfred Teresiak geht es um den Beginn und die Entwicklung der Produktion von Kaffeemaschinen in der damaligen DDR. Die Produktionsdauer beim Kaulsdorfer Hersteller PGH Elektromechanik geht wohl bis zur Zeit der „Wende“. Man kann durchaus sagen, die Moccadur ist die bekannteste und sicherlich erfolgreichste Kaffeemaschine aus der damaligen DDR. Welche Traditonen und welche Variationen zu diesem Gerät es später gab, wird dieser Vortrag ausführlich erläutern. Bleibt zu hoffen, dass an diesem Abend auch ein Schlückchen Kaffee aus der Kultmaschine kredenzt werden wird.

Der Vortrag im Stadtteilzentrum Kaulsdorf, Brodauer Straße 27–29 am 12. Januar beginnt um 17 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird unter der Telefonnummer (030) 56 588 762 gebeten.

(red / ylla)

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