Neue Visionen für das Tegel-Center

Investor Harald Huth plant den Umbau des Einkaufszentrums im großen Stil.

Er war schon beim Bau der Mall of Berlin am Leipziger Platz dabei, auch das Steglitzer Schloss und die Wannseeterrassen gehen auf sein Konto: Jetzt will der bekannte Berliner Investor Harald Huth aus dem Tegel-Center ein Shopping-Paradies machen. Es wird dafür im großen Stil umgebaut, erweitert und mit neuen Fassaden ausgestattet. Die 250 Meter lange Fußgängerzone soll belebter werden. Auch für das ehemalige Hertie-Kaufhaus ist eine Reaktivierung vorgesehen. Vom Glanz des Tegel-Quartiers, so lautet dann der neue Name des Tegel Centers, soll der ganze Ortsteil profitieren. Das Bauprojekt startet schon Mitte dieses Jahres. Insgesamt werden 200 Millionen Euro investiert.

Neue Fassade

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Das Einkaufszentrum in der Gorkistraße wurde 1972 eröffnet

Die Firma von Harald Huth ist die HGHI Holding GmbH, das neueste Projekt erfolgt in Kooperation mit dem Berliner Immobilienunternehmen MREI GmbH. Der 1972 erbaute Tegeler Komplex sei nicht mehr zeitgemäß, glaubt Huth, außerdem habe der Standort seit Schließung des Hertie-Hauses 2009 einen der wichtigsten Anziehungspunkte verloren. Tegel soll wieder ein attraktives Einkaufszentrum haben. Fest steht, dass der Gebäudekomplex des Tegel-Centers im Wesentlichen erhalten bleibt. Die Verkaufsfläche soll allerdings von 30.000 Quadratmeter auf 42.000 Quadratmeter erweitert werden. Entlang der Gorkistraße werden die Einzelhandelsflächen zum Teil zweigeschossig umgebaut. Dabei ist auch eine Neugestaltung der Gebäude-Fassaden zur Fußgängerzone vorgesehen. Teile des Parkhauses werden abgerissen, an deren Stelle sollen neue Gebäudeteile entstehen. Dadurch würde die Anzahl der Parkplätze halbiert, von aktuell 700 auf 350. Die Auslastung sei ohnehin nicht sehr hoch, so die HGHI Holding, außerdem sei das Parkhaus in einem schlechten Zustand. Die Fußgängerbrücke zwischen dem nördlichen und dem südlichen Centerteil bleibt erhalten, wird jedoch zum „attraktiven Verbindungsteil“ überarbeitet. In Planung ist zudem die Aufstockung des ehemaligen Hertie-Hauses um ein Geschoss sowie die Neugestaltung seiner Fassade.

Fest verankert

Feste Mieter gibt es noch keine, angestrebt würde laut HGHI Holding aber ein Mix von Branchen, „der das vorhandene Angebot im Center der Stadt sinnvoll ergänzt, um das Tegel-Center als Handelszentrum zu stärken.“ Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) zeigt sich überzeugt vom Gesamtkonzept: „Dem Tegel-Center wird aufgrund seines langen Bestehens und seiner langjährigen Verankerung im Kiez eine hohe Bedeutung für die Einzelhandelsstruktur im Ortsteil beigemessen.“ Insbesondere begrüße er die Reaktivierung des Hertie-Kaufhauses.

Nabila Lalee / Bilder: HGHI Holding GmbH / www.berlin-reinickendorf.com

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