Mehr Geld für Spandaus Schulen

Bildung: Bezirk konnte 200.000 Euro innerhalb des Haushalts umschichten.

Bröckelnder Putz, undichte Fenster, verstopfte Toiletten: An vielen Berliner Schulen herrschen solch erbärmliche Zustände. Auch Spandau bleibt von diesen Problemen nicht verschont. Verunreinigtes Trinkwasser in der Mensa des Kant-Gymnasiums, die verzögerte Aula-Eröffnung an der Bertolt-Brecht-Oberschule wegen eines unsinnigen Streits um die Notfallpläne. Eine positive Nachricht kann der Bezirk allerdings zum Sanierungsstau an den Schulen vermelden: Zusätzlich zu den gut 3,2 Millionen Euro, die im Haushalt 2015 für die bauliche Unterhaltung der Schulen eingeplant waren, wurden dabei 200.000 Euro durch Umschichtungen und Verschiebungen innerhalb des Haushalts zur Verfügung gestellt.

Sparen durch Fernwärme

So habe der Bezirk durch die Umstellung auf Fernwärme in zahlreichen Schul- und Bürogebäuden seit 2009 Wartungskosten und hohe Reparaturkosten sparen können, sagt Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Die so eingesparten Gelder seien nun in die Schulen geflossen. Von den insgesamt also 3,4 Millionen Euro wurden allein 150.000 für besondere Wünsche der Schulen, wie den großflächigen Austausch von Bodenbelägen oder den Einbau von Akustikdecken bereitgestellt. „Als ehemaliger Schulleiter weiß ich, dass es oftmals die kleinen Dinge oder Verschönerungen des Gebäudes sind, die den Gesamteindruck der Schule verbessern und zu einer angenehmeren Lehr- und Lernatmosphäre beitragen“, erklärt Helmut Kleebank. Lob hat er dabei vor allem für die Mitarbeiter des Bezirks übrig. Diese hätten nicht nur dafür gesorgt, dass die bereitgestellten Mittel komplett verbaut werden konnten, sondern auch ermöglicht, „darüber hinaus noch besondere Wünsche zu erfüllen.“ In anderen Berliner Bezirken hatte etwa Personalmangel schon dazu geführt, dass Gelder nicht rechtzeitig verwendet wurden und schließlich verfielen.

Für die Schulen im Bezirk waren diese Mittel aber nicht der einzige Geldsegen im vergangenen Jahr: So wurden mehr als 4,6 Millionen Euro aus dem Schul- und Sportanlagensanierungsprogramm (SSSP) verbaut. Das aus Landesmitteln finanzierte Programm hat einen Schwerpunkt auf der Sanierung von verschlissenen Bodenbelägen, undichten Dächern oder maroden Fenstern und Fassaden. Welche Maßnahmen realisiert werden, entscheidet dabei zu 70 Prozent der jeweilige Bezirk durch eine eigene Prioritätensetzung, die sich an der Entwicklung der Schülerzahlen orientieren muss, während 30 Prozent der Investitionen durch Schwerpunktsetzung der Senatsverwaltung nach übergreifenden Kriterien festgelegt werden. In Spandau kam 2015 dabei das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in den Genuss des SSSP. Für 450.000 Euro wurde hier, wenn auch verspätet, der Physik-Fachbereich saniert. An der Carlo-Schmid-Oberschule und an fünf weiteren Standorten wurden die Sanitäranlagen generalüberholt.

Noch viel zu tun

Dass trotz dieser Investitionen manches Vorhaben vorerst auf der Strecke bleiben musste, ist dabei wenig überraschend. Zahlreiche Projekte sollen aber in diesem Jahr fertiggestellt werden. „Aufgrund der Insolvenz einer bauausführenden Firma konnte etwa an der Mary-Poppins-Grundschule in Gatow nur ein Teil der Fassade und Fenster saniert werden. Im Jahr 2016 soll diese Sanierung aber fortgeführt und beendet werden – die Gelder hierfür sind bereits genehmigt“, erklärt Kleebank. Diese gelte auch für die „dringend notwendigen“ Sanierungen in der Sporthalle der Grundschule am Birkenhain.

Philip Aubreville

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