Neue Heimat für Senioren

Bauen: Diakoniewerk Bethel schafft 140 Plätze.

In Steglitz-Zehlendorf, dem am stärksten alternden Bezirk Berlins, wird für Senioren neuer Wohnraum geschaffen. Die Baulücke in der Promenadenstraße in Lichterfelde, die mit dem Abriss des alten Seniorenzentrums entstanden war, wird mit neuem Leben erfüllt. Hier baut das Diakoniewerk Bethel nahe der Hauptverwaltung ein neues Seniorenzentrum mit rund 5.500 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Etagen. Die Fertigstellung des 14,5 Millionen Euro schweren Projektes ist für 2017 geplant.

Individuell wohnen

Die Einrichtung mit 140 barrierefreien Einzelzimmern wird nach dem Wohngruppenmodell konzipiert. In jedem der neun Wohnbereiche soll es einen großzügigen Gemeinschaftsraum geben. 131 Einzelzimmer sind (inklusive Badezimmer) etwa 22 Quadratmeter groß. Neun Zimmer werden behindertengerecht gestaltet und mit 28 Quadratmetern etwas größer. Alle Zimmer können nach persönlichem Geschmack mit eigenen Möbeln eingerichtet werden und bieten einen Blick ins Grüne. Der Weg zum Gebäude soll einladend gestaltet werden und das lichtdurchflutete Foyer eine freundliche Atmosphäre schaffen. Das Gebäude wird eine Dachbegrünung erhalten, die ökologische Vorteile hat: Sie verbessert das Kleinklima und gleicht saisonale Temperaturschwankungen aus. „Mit dem Neubau komplettieren wir unser Angebot am Traditionsstandort Lichterfelde. Gleichzeitig garantiert die Anbindung an unser Krankenhaus bei Bedarf eine optimale medizinische Versorgung“, so Dr. Katja Lehmann-Giannotti, Vorstandsvorsitzende des Diakoniewerks Bethel. „Wir möchten für die Senioren in Lichterfelde bei Hilfebedürftigkeit einen neuen Heimathafen in der vertrauten Umgebung schaffen.“ Bereits im Oktober wurde im Beisein von rund 200 Gästen – Mitarbeitern, Nachbarn, Amt- und Würdenträgern – der Grundstein gelegt. Frank Mückisch, Stadtrat für Soziales und Stadtentwicklung, und Martin Matz, Vorstand des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, überbrachten Grüße und Wünsche. Die mit Bauplänen, Geldmünzen und der Zeitung des Tages befüllte und in den Grundstein eingemauerte Zeitkapsel soll nach der Eröffnung des Gebäudes im Foyer zu sehen sein.

red / Bild: Michael Fahrig/Berlin

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