Im Einsatz für den Erfahrungsschatz

Ehrenamt: Freiwilligenzentrum würdigt Engagement von Karin Manke-Hengsbach.

Ob Tagebücher oder Lebenserinnerungen: Karin Manke-Hengsbach bewahrt das Gedächtnis unserer Zeit. Für ihr ehrenamtliches Engagement hat das Freiwilligenzentrum Sternenfischer sie jetzt als „Stern des
Monats“ ausgezeichnet.

Die Treptowerin ist Vorsitzende des Tagebuch- und Erinnerungsarchiv e. V. Von 1993 bis 2006 war die Buchhändlerin und Bibliothekarin am Heimatmuseum Treptow tätig und war dort vor allem für die Zeitzeugenarbeit zuständig. So entstanden Gründungen, die bis heute existieren, wie eine Schreiberwerkstatt und monatliche Treffen mit Gesprächsgruppen. Seit 1995 führt sie Interviews im „Offenen Kanal“ Berlin und gab bereits eine Vielzahl von Anthologien heraus, die Themen wie Kindheit und Jugend sowie den politischen Alltag widerspiegelten. Dafür erhielt die 69-Jährige den Orden zum Bundesverdienstkreuz.
2012 wurde aus dem Freundeskreis des Tagebuch- und Erinnerungsarchivs ein Verein. Der Verein stützt sich auf das Erinnern, Schreiben und Bewahren. Zur Routine zählen die Sammlung von Lebensdokumenten aller Art wie Tagebücher, Erinnerungstexte, originale Lebensdokumente, Fotos, Briefen, Reiseberichten, Magazinen vergangener Jahrgänge und vieles andere. Es finden Kurse und Workshops zum kreativen und autobiografischen Schreiben statt und es gibt jährliche Treffen und Tagungen zur Erinnerungskultur.

Gedächtnis erhalten

„Unser Ziel ist es, lebensgeschichtliche Aufzeichnungen und Veröffentlichungen bekannt zu machen und junge Menschen dafür zu interessieren und zu motivieren, aber auch die ältere Generation gezielt dabei einzubinden“, sagt Manke-Hengsbach. Die bereits vorhandene große Sammlung bedarf natürlich der Archivierung und Digitalisierung. Hierzu werden ständig freiwillige Helfer eingesetzt. Und weitere sind bei dem Verein herzlich willkommen: (030)23 36 29 98.

nm/red / Bild: Sabrina KNüppel

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