Günstige Wohnungen für Köpenick

Immobilien: Das landeseigene Wohnungsunternehmen Stadt und Land investiert am Amtsgraben.

Die Serie von Neubauprojekten in Köpenick reißt nicht ab: In diesen Tagen haben die Bauarbeiten für ein weiteres Neubauprojekt der Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft begonnen. Bei dem schlüsselfertigen Bauträgerprojekt entstehen innerhalb der nächsten zwei Jahre Am Amtsgraben 1 in Köpenick rund 90 Wohnungen sowie 50 Tiefgaragenstellplätze, wie das Unternehmen mitteilt. Dieses hatte das Projekt im Juli vergangenen Jahres erworben.

Bautempo hält an

In gefragter Wohnlage nahe der Müggelspree und der Altstadt wird in geschlossener Randbebauung eine neue vier- bis sechsgeschossige Wohnanlage mit Tiefgarage entstehen. Die Gesamtwohnfläche beträgt rund 6.700 Quadratmeter. Die neuen Wohnungen seien für unterschiedliche Nachfragegruppen gut geeignet. Nach derzeitiger Planung werden die neuen Wohnungen im Herbst 2017 an die Stadt und Land übergeben und durch das kommunale Wohnungsunternehmen vermietet. Für rund 20 Prozent der neuen Wohnungen werden Fördermittel nach den Bestimmungen der WBF 2015 verwendet. Das bedeutet, dass diese Wohnungen nach Fertigstellung ab 6,50 Euro pro Quadratmeter monatlich vermietet werden. Für die frei finanzierten Wohnungen wird nach Unternehmensangaben eine monatliche Nettokaltmiete von durchschnittlich 9,50 Euro kalkuliert. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse, hochwertige Böden in Holzoptik sowie Bäder mit Badewannen oder bodengleichen Duschen. Für die Außenanlagen ist die Schaffung eines neuen Spielplatzes geplant. Insgesamt wird das kommunale Wohnungsunternehmen sein Angebotsportfolio langfristig durch Ankauf und Neubau um rund 15.000 Wohnungen erweitern. Dafür investiert das Unternehmen in den kommenden zehn Jahren rund 2,5 Milliarden Euro. Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) rechnet damit, dass das Neubautempo in diesem Jahr anhalten wird. Seinen Angaben zufolge hatte Treptow-Köpenick im vergangenen Jahr mehr Baugenehmigungen für neue Wohnungen erteilt als jeder andere Bezirk. „Priorität hatten dabei die landeseigenen Wohnungsgesellschaften, mit denen wir Vereinbarungen zu niedrigeren Mieten haben“, so Igel. „Wenn wir den zuziehenden Menschen in Berlin keine Wohnungen bieten können, werden die Mietpreise in den kommenden Jahren noch stärker steigen – Angebot und Nachfrage, das ist ein bekanntes Prinzip. Die Baugenehmigungen, die in den letzten Jahren erteilt wurden, werden jetzt im Bau umgesetzt. Schön ist, dass wir auch im geförderten Wohnungsbau – mit niedrigeren Mieten – berlinweit Spitze sind. Die städtischen Wohnungsgesellschaften und die Wohnungsbaugenossenschaften haben noch viel vor. Wir wollen sie dabei unterstützen.“

Nils Michaelis / Bild: Schrobsdorff Bau AG

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