Länger, schneller, öfter

Verkehr: Schon im Frühjahr wird die Tram-Linie 63 verlängert und fährt im Zehn-Minuten-Takt – weitere Vorhaben sind in Planung.

Erneut gute Nachrichten für Mahlsdorfer Schienenfans: Nachdem die Deutsche Bahn bereits ankündigte, dass am 2017 wieder Regionalzüge am Mahlsdorfer S-Bahnhof halten sollen, legt nun die BVG nach und will die Tram-Linie 63 schon im Frühling bis zur Rahnsdorfer Straße verlängern. Bisher endet die Strecke an der Haltestelle Mahlsdorf-Süd, von der aus die Linie 62 weiterfährt. Durch die Kombination beider Linien kann künftig dann ein Zehn-Minuten-Takt angeboten werden. Entsprechend groß ist die Freude im Bezirk. „Dies ist ein weiterer Schritt hin zu einem verbessertem Verkehrsangebot. Mahlsdorf verzeichnet ein beachtliches Bevölkerungswachstum, und den steigenden Anforderungen wird nun Rechnung getragen“, meint etwa die SPD-Abgeordnete Iris Spranger.

Ausweitung gefordert

Bereits im Sommer hatten die Grünen die Ausweitung des Taktes der Tram zwischen dem S-Bahnhof Köpenick und dem S-Bahnhof Mahlsdorf gefordert; gegen Ende des Jahres hakte auch Spranger mit einer schriftlichen Anfrage im Abgeordnetenhaus noch einmal nach – und bekam von Christian Gaebler (SPD), Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sogar ein konkretes Datum genannt. „Die derzeitige Planung sieht vor, dass die vom Senat bestellte Mehrleistung, die eine Verlängerung der Linie 63 vorsieht, ab 3. April 2016 umgesetzt werden kann“, erklärte Gaebler. Dass sich der Takt der Bahnen so schnell deutlich verbessern wird, hat auch damit zu tun, dass für die Verlängerung der Linie 63 keine Bauarbeiten nötig sind. Anders ist dies im Fall weiterer Pläne, die die Senatsverwaltung für den Mahlsdorfer Nahverkehr hegt: Die zusätzlich geplante, weitere Verlängerung der Linie 63 über die Rahnsdorfer Straße bis zum S-Bahnhof Mahlsdorf hinaus erfordere den zweigleisigen Ausbau der bestehenden Strecke, heißt es in einer Mitteilung der Senatsverwaltung. „Außerdem soll die Umsteigesituation am Bahnhof Mahlsdorf durch die Verlegung der zurzeit in der Treskowstraße endenden Straßenbahn direkt an den Bahnhof verbessert werden.“ Die Maßnahmen seien dabei Teil des komplexen Verkehrskonzeptes Mahlsdorf, das etwa auch den Bau einer neuen Straßenverbindung sowie die Umgestaltung des Straßenzuges Hönower Straße und eines Abschnittes des Hultschiner Dammes vorsehe.Derzeit liegen diese Pläne aber auf Eis. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wirft dem Bezirk vor, die für den Ausbau der Straßenbahnanlagen erforderliche Entwicklung zu blockieren. „Auch nach mehrfachen Abstimmungsversuchen konnte keine einvernehmliche Lösung gefunden werden“, heißt es in der besagten Mitteilung.

Intensive Gespräche

Es wird allerdings daran gearbeitet, dass sich dieser Zustand möglichst bald ändert. Für eine „zukunftsfähige Gesamtlösung“ rund um den S-Bahnhof Mahlsdorf befinde man sich „mit allen Beteiligten in intensiven Gesprächen“, erklärt etwa Iris Spranger. Und ihre Parteifreundin Christiane Uhlich, die für die SPD im Bezirksparlament sitzt, kündigt an, dass ihre Fraktion „den Prozess der Verbesserung der Infrastruktur in Mahlsdorf auch weiterhin eng begleiten“ werde.

Philip Aubreville / Bild: imago/Lars Reimann

WEITERSAGEN