Dicke Marie freut sich auf Besuch

Ostertipps: Besinnliches und Turbulentes am langen Wochenende in Reinickendorf.

Die Frage, was zuerst da war – das Huhn oder das Ei -, bleibt aus religiöser wie weltlicher Sicht spannend. Denn beantwortet ist sie bis heute nicht, und wahrscheinlich gibt es auch keine Antwort. Egal, zu Ostern interessieren uns ausschließlich die Eier. Ob braun oder weiß – das ovale Produkt wird gefärbt, kunstvoll bemalt, aufwändig versteckt, verzweifelt gesucht und freudig erregt gefunden. Ein uralter Brauch, der die Entstehung neuen Lebens symbolisiert – das nun mal dem Ei entspringt… Aber wer hat es gelegt?

Reges Treiben

Im grünen Reinickendorf gibt es vielfach Gelegenheit, auch darüber nachzudenken und das Leben, die Sonne, den Frühling willkommen zu heißen und Ostern zu genießen. Nicht nur geografisch ist der Bezirk „in Berlin ganz oben“ – mit seiner Mischung aus ländlicher Idylle und großstädtischem Flair bietet er wohl jedem etwas. Wohlfühl-Orte zum Träumen, Entspannen und Krafttanken. Reges Treiben herrscht stets auf der Greenwichpromenade auf dem Weg zur Sechserbrücke; vom Tegeler Hafen aus kann man die postmodernen IBA-Bauten bestaunen; in Lübars mitten im Wald oder im Strandbad entspannen; im Buddhistischen Haus Frohnau still meditieren; oder im Tegeler Forst Berlins ältesten Baum, die „Dicke Marie“, bewundern, die hier seit über 1.000 Jahren steht. Auch am Tegeler Fließ lässt es sich wieder gut nach Lübars wandern, seitdem die maroden Stege erneuert wurden. Was ist los während der Ostertage in Reinickendorf? Wir haben uns nach einigen Highlights umgesehen – besinnlichen und lauten, nach jedem Geschmack.

Noch bis zum 24. April zelebriert auf dem Gelände des Zentralen Festplatzes der „Zirkus des Horrors“ täglich um 19.30 Uhr seine Grusel-Show aus Akrobatik und Halloween-Brimborium. Vielleicht nicht jedermanns Sache zu Ostern, aber allemal ein sehenswertes Spektakel mit beeindruckender Artistik. Und keine Angst vor den turnenden Zombies, die tun nur so böse, sind es aber nicht. Tickets kosten 15 bis 35 Euro.

Freizeitpark Lübars

Längst hat sich das 40 Hektar große Gelände – gelegen auf einer ehemaligen Hausmülldeponie – zum beliebten Ausflugsort gemausert; und das nicht nur für die Bewohner des nahen Märkischen Viertels. Ganzjährig geöffnet, bietet er mit seinen vielseitigen Anlagen allen Besuchern Vergnügen, Sport und Erholung. Fans des Drachen- und Modellbaufliegens kommen ebenso auf ihre Kosten, wie Wanderer, Reiter und Radler auf den gut ausgebauten Pfaden des Areals. Am Rande lädt ein großer Abenteuer- und Erlebnisspielplatz Kinder aller Altersgruppen zum Toben ein. Ein weiteres Highlight ist am Rande des Parks die Jugendfarm Lübars, in der dienstags bis freitags von 9 bis 19 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zu erleben ist, dass Kleinvieh auch Mist macht oder wie das Osterbrot entsteht.

jz / Bild: Thinkstock/iStock/Creative-Family

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