Wo Berlin so richtig ins Rollen kommt

Aktion: Die Lange Nacht der Industrie gewährt einen Blick hinter die Kulissen von 29 Unternehmen – rechtzeitiges Anmelden lohnt sich.

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Vattenfalls modernste Erzeugeranlage: das Heizkraftwerk Mitte

Die „Lange Nacht der Industrie“ am 25. Mai ist das erste Veranstaltungsformat, das im Umfeld der Industrie zusammen bringt, was zusammen gehört: die Industrie als bedeutenden Wirtschaftsfaktor und die regionale Bevölkerung. Interessierte Menschen erleben spannende Industrieunternehmen, attraktive Arbeitgeber und engagierte Ausbilder hautnah – Unternehmen jeder Größe und Industriebranche lernen ihre Zielgruppen direkt vor Ort kennen. Unter dem Motto „Erlebe Industrie live“ öffnen regionale Mittelständler ihre Tore ebenso wie bekannte Weltkonzerne.

Tolle Technologien

Inmitten der größten deutschen Metropole forschen, entwickeln und produzieren mehr als 7.000 Industrieunternehmen. 22 Unternehmen und Standorte laden zu einer Expedition durch die hauptstädtische Industrie ein. Wie diese in urbaner Umgebung funktioniert, kann bei der Langen Nacht entdeckt werden: In dieser Nacht wird ein Einblick in die Vielfalt der Technologien und Produkte sowie in die Arbeitsabläufe von verschiedenen Berufsfeldern gewährt. Schüler, Studierende, Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchende, Berufstätige vom Helfer bis zum Akademiker und allgemein interessierte Menschen lernen spannende Produktionsstätten hautnah kennen und erfahren mehr über Job- und Ausbildungsperspektiven in der Industrie. Engagierte Unternehmen zeigen auf Rundgängen und in Kurzvorträgen eindrucksvoll ihre Technologien, Arbeitsprozesse und Produkte – und präsentieren sich außerdem als wichtige Komponenten der Region und attraktive Arbeitgeber. Schirmherrin der Veranstaltung ist auch in diesem Jahr die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer (CDU).

Große Vielfalt

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Gasturbine oder Mikro-Bauteil: Für Siemens arbeiten 11.500 Berliner

Einer der bekanntesten Teilnehmer ist die BMW AG mit ihrem Spandauer Werk. Auf einer Gesamtfläche von rund 217.000 Quadratmetern ist dies die weltweit einzige, vollumfängliche Produktionsstätte für BMW-Motorräder und Maxi-Scooter. Im Berliner Werk sind für die täglich bis zu 630 gefertigten Zweiräder circa 1.700 hochqualifizierte Mitarbeiter verantwortlich, die mit Leidenschaft das Bild der Marke BMW prägen. Es wird eine Vielfalt von 23 Modellen in den Sparten Enduro, Roadster, Tour, Sport, Heritage und Urban Mobility geboten.

Eine der kleinsten und zugleich innovativsten Teilnehmer ist die pi4-robotics GmbH aus Gesundbrunnen. Sie ist mit ihren 50 Mitarbeitern der führende Hersteller von Bildverarbeitungssystemen, Prüfautomaten und Robotern. Die Systemlösungen werden derzeit vor allem in den Branchen Photovoltaik, Automotive, Glas, Medizin und Pharma, Brennstoffzellen sowie im Bereich Keramik eingesetzt. In der Photovoltaik-Branche ist pi4 wegweisend mit Qualitätsprüfsystemen auf Basis der Elektrolumineszenz-Technologie. pi4 hat im Jahr 2010 den workerbot auf den Markt gebracht. Der workerbot ist weltweit der erste humanoide Fabrikarbeiter, der käuflich zu erwerben ist.

Manfred Wolf / Bilder: BMW, Vattenfall, Siemens

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