Semesterferien mal anders

Ausbildung: Praktische Tipps für ein Praktikum im Ausland.

Wer ein Praktikum im Ausland plant, der darf den Organisationsaufwand nicht unterschätzen. „Ein Jahr vorher sollten sich Studenten kümmern“, rät Günter Müller-Graetschel. Er ist Leiter des Referats Internationaler Praktikantenaustausch beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Doch die Mühe lohnt sich. Studenten profitierten nicht nur persönlich, weil sie Erfahrung darin sammeln, sich in einem fremden Land zurechtzufinden. Sie gewinnen auch fachlich neue Einblicke, da etwa Betriebe im Ausland ganz anders funktionieren.

Nachweislich von Vorteil

Wie positiv sich ein längerer Auslandsaufenthalt auf die sozialen Kompetenzen auswirkt, belegt eine Studie der Beratungsgesellschaft CHE Consult im Auftrag der EU-Kommission: Mehr als 90 Prozent der rund 75.000 befragten Studenten und Absolventen attestierten sich nach ihren Erfahrungen in der Ferne stärkeres Selbstvertrauen, größere Neugier und eine gelassenere Grundhaltung. Teilnehmer am Erasmus-Programm sind fünf Jahre nach ihrem Abschluss im Vergleich zu Absolventen, die nie aus Deutschland wegkamen, seltener arbeitslos.
Nichts für Studienanfänger. Doch trotz aller Vorteile, kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Mit einem Auslandspraktikum warten Studenten am besten, bis sie im dritten oder vierten Semester sind. „Die Firmen nehmen nicht so gerne Schnupperpraktikanten“, sagt Müller-Graetschel. Sie suchten vielmehr Studierende, die schon etwas fachliche Expertise haben.

Praktikum nicht zu kurz machen. Wer in den Semesterferien ein Auslands-Praktikum plant, sollte etwas Zeit mitbringen. „Ein Praktikum unter zwei Monaten ist schwer zu finden“, sagt Müller-Graetschel. Die Betriebe seien meist an einer längeren Zusammenarbeit interessiert.

Seriöse Einrichtung finden

Genau wie hierzulande gibt es im Ausland Betriebe, die Praktikanten als billige Arbeitskräfte einsetzen. Informieren Sie sich deshalb, ob vorher schon einmal ein deutscher Praktikant in der Firma war. Er könnte Auskunft darüber geben, wie er es dort gefunden hat. Außerdem sei es gut, die Bedingungen wie Arbeitszeiten oder Vergütung vor Beginn des Praktikums schriftlich festzuhalten.

Kurz & Kompakt

Firmen wünschen heutzutage häufig Bewerbungen per E-Mail. Worauf Bewerber dabei achten müssen, erklärt Karriereberater Henryk Lüderitz.

Anschreiben: Viele Jobsuchende sind unsicher, wo bei einer elektronischen Bewerbung das Anschreiben hingehört. Da Personaler nicht so viel lesen mögen, packen Sie es in den Anhang und nehmen in der E-Mail Bezug darauf.

Aufteilung: Ob die Bewerbung als Ganzes oder in einzelnen Dateien in die E-Mail angehängt wird, ist egal. Wichtiger sei ein eindeutiger Dateiname wie zum Beispiel: „Bewerbung_Mustermann_Beiersdorf“.
Und es sollten nicht mehr als vier
PDF-Dateien sein.

Dateigröße: Um das Postfach des Personalers zu schonen, nicht mehr als fünf Megabyte verschicken.

dpa

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