Siemensstadt kommt in Schwung

Freizeit: Der Stadtteil bekommt einen modernen Bewegungsparcours.

Siemensstadt bewegt sich: Im nächsten Jahr werden im Bereich des Rohrdamms zwischen Buol- und Dihlmannstraße sowie im Wilhelm-von-Siemens-Park fünf bis zehn Fitnessgeräte für Menschen zwischen acht und achtzig aufgestellt. Die Spandauer können sich mit Ideen und Anregungen beteiligen.

Unterschiedliche Größen

„Wir dürfen aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA) dafür 40.000 Euro ausgeben und hoffen von einem Sponsor weitere 30.000 Euro zu bekommen“, erklärt Bezirksstadtrat Carsten Röding. Auf einer Meile (1,6 Kilometer) werden fünf bis zehn Geräte mit unterschiedlichen Anforderungen und Größen aufgestellt. Ob sie einzeln stehen werden oder in kleinen Gruppen ist noch nicht entschieden.

Erklärende Tafeln

Wieso ausgerechnet auf einer Meile? „Das Projekt hat den Arbeitstitel ,Henry-Wanyoike-Meile‘. Henry Wanyoike ist ein blinder Leichtathlet auf der Langstrecke und Teilnehmer mehrerer Paralympics aus Kenia. Er nimmt immer wieder an Benefiz-Events teil – zum Beispiel auch am ,Run of Spirit‘ zugunsten von Menschen mit Behinderung beim Evangelischen Johannesstift“, erklärt Carsten Röding.

Der Arbeitstitel ist auch deshalb sehr passend, sollen die Geräte doch zum Teil auch von Behinderten genutzt werden können. Erklärende Tafeln, welche Körperbereiche auf welche Art und Weise am jeweiligen Gerät trainiert werden können, sind unabdingbar und sollen auch in Blindenschrift verfasst werden. Nicht nur Spaziergänger sollen die Geräte nutzen, sondern auch benachbarte Schulen wie das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium oder Kindertagesstätten. Der Bewegungseffekt an den Trainingsgeräten kann mit einem kurzen Sprint dazwischen verstärkt werden.

Gute Erfahrungen

Um die Geräte vor Vandalismus zu schützen, seien wenige bewegte Teile in den Geräten eingebaut worden. Um sie zu zerstören, müsse man eine mobile Flex zu Hilfe nehmen, grinste ein Mitarbeiter des Herstellers Playparc. Spandau habe gute Erfahrungen mit dem Erhalt von solchen Geräten gemacht, bekräftigte Röding – im Süd- und im Spektepark zum Beispiel. Eine künstliche Beleuchtung der Meile sei nicht vorgesehen, dazu fehle einfach das Geld, so der Bezirksstadtrat. Vielleicht reicht es aber für die eine oder andere Bank zum Ausruhen zwischen den Geräten.

Text & Bild: Anke Walter

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