Neues Ankunftszentrum startet zum 1. September

Flüchtlinge: Hangar 5 am Flugehafen Tempelhof wird erste Anlaufstelle – registriert wird in der Bundesallee.

Der Senat hat gemeinsam mit dem Bund eine Lösung für das Ankunftszentrum für Geflüchtete in Berlin gefunden. Das Zentrum startet zum 1. September an zwei Standorten: in Hangar 5 des Tempelhofer Flughafens und in der Bundesallee 171. Andere Standorte seien zuvor geprüft worden, Planung, Herrichtung und Schallschutz wären dort jedoch wesentlich teurer gewesen und die Bauzeit hätte sich mindestens bis Januar 2017 hingezogen. Stattdessen sei jetzt eine „pragmatische, gut umsetzbare und vor allem kostengünstige Lösung“ gefunden worden, sagt Mario Czaja (CDU). Der Sozialsenator erwartet von den neuen Standorten mehr Flexibilität in Bearbeitung und Unterbringung, falls sich die derzeit niedrigen Flüchtlingszahlen wieder erhöhen sollten.
Ab September ist die zentrale Anlaufstelle für neu eintreffende Flüchtlinge Hangar 5 auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Damit soll die bisherige Erstanlaufstelle im viel kritisierten Landesamt für Soziales und Gesundheit (Lageso) in der Turmstraße bald der Vergangenheit angehören. Nach Aufnahme der Personaldaten und einem Aufenthalt von maximal 72 Stunden soll es für die Flüchtlinge aus Hangar 5 zur Registrierung in die Bundesallee gehen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat dort bereits eine Stelle eingerichtet, dazu gäbe es weitere räumliche Kapazitäten vor Ort. Im Vergleich zur bisherigen Registrierung in der Kruppstraße verdoppelt sich die Kapazität in der Bundesallee auf 600 Registrierungen pro Tag. Spätestens im Dezember soll der Standort in der Kruppstraße in Moabit geschlossen werden. Mit dem Start des neuen Ankunftszentrums erfolgt die Leistungsgewährung durch das Lageso und das künftige Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) erst nach Antragstellung beim BAMF.

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