Hickhack ums Sommerbad

Unregelmäßige Öffnungszeiten nerven Badegäste.

eit dem 25. Juni sollte das Sommerbad Staaken eigentlich täglich geöffnet sein. Sollte, denn seitdem war es immer wieder mehrere Tage geschlossen. Der Grund: Fehlendes Personal bei den Berliner Bäderbetrieben (BBB). Treten nämlich Krankheits- oder andere Abwesenheitsfälle zum Beispiel in Gatow auf, wackelt auch der Betrieb des Bades in Staaken. Damit können die Vorgaben, die das Landesparlament auch explizit für das Sommerbad Staaken beschlossen hatte, nicht erfüllt werden. Die Berliner Bäderbetriebe teilten mit, dass das Bad in Staaken zu denen gehöre, die berlinweit am schlechtesten frequentiert sind. In der Woche vor den Ferien kamen nur bis zu 35 Besucher pro Tag. „Vor diesem Hintergrund behalten wir uns vor, bei ungünstiger Wetterlage zu schließen und die Kunden zu bitten, das in jedem Fall geöffnete Freibad an der Gatower Straße zu besuchen,“ erklärte Mathias Oloew, Sprecher der Bäderbetriebe.

Betrieb gewährleisten

Die Besucher sind natürlich genervt, wenn sie wieder einmal vor einem Schild mit der Aufschrift „Wegen Personalmangel geschlossen!“ stehen. „Wir waren schon dreimal umsonst da“, sagt ein Badegast, der mit seiner Familie bei 30 Grad wieder umdrehen musste. Und ein anderer fordert: „Dann schließt dieses Schwimmbad doch ganz. Sonst ist es doch nur eine Verschwendung von Steuergeld.“ Der Senat stellte den Bäderbetrieben 25 neue Vollzeitstellen zur Verfügung. Außerdem sind sie beauftragt, ein Personalentwicklungskonzept zu erstellen, sodass längere Schwimmzeiten sichergestellt werden können. Jürgen Kessling von der Wählerinitiative soziales Spandau (WisS) hatte in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gefordert, die Probleme um das Schwimmbad endlich ernst zu nehmen und eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um den stabilen Betrieb des Bades zu gewährleisten. Offenbar hat die WisS den Nerv getroffen, denn inzwischen hat sich Bezirksstadtrat Hanke und der CDU-Abgeordnete Heiko Melzer in einem Brief an die Bäderbetriebe gewandt und einen Teil dieser Forderungen weitergeleitet.

Schnelle Hilfe

Die Politiker fordern die Verantwortlichen auf, schnellstens zusätzliche Saisonkräfte (Rettungsschwimmer und Kassierer) einzustellen. Eine kurzfristige Lösung könnte zum Beispiel fachkundige Hilfestellung durch die DLRG oder die Wasserfreunde Spandau 04 sein. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke hat bereits Kontakt aufgenommen. „Zu meiner großen Freude hat mir Präsident Hagen Stamm seine Bereitschaft zugesichert, kurzfristig Unterstützung zu leisten.“

Anke Walter, Bild: Anke Walter

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