Denkmäler geben Einblicke

Kultur: Am Tag des Offenen Denkmals kann die Friedhofskapelle Rahnsdorf besucht werden.

Um für den Denkmalschutz zu werben, begehen über 50 Länder Europas im August und September die sogenannten „European Heritage Days“. In Berlin wie in ganz Deutschland findet diese Veranstaltung am zweiten Septemberwochenende statt. Zum Tag des Offenen Denkmals sind zwei Tage lang Gebäude und Denkmäler geöffnet, die teilweise sonst gar nicht zugänglich sind. Mit über 325 Denkmalen und über 1.000 Programmpunkten bietet Berlin mehr Entdeckungen zum Tag des offenen Denkmals als jede andere Stadt in Deutschland. Geführte Stadtspaziergange sind wieder dabei genauso wie interessante Offenes-Denkmal-Dauerbrenner und richtige Geheimtipps.

Hinter den Kulissen

Das jährlich wechselnde Schwerpunktthema gewährt immer wieder neue Einblicke in die Berliner Denkmallandschaft. Beteiligen können sich alle, die ein Bau-, Boden- oder Gartendenkmal (im Sinne des Denkmalschutzgesetzes) öffnen, Führungen durch Denkmale, Ausstellungen, Konzerte, Kinderaktionen oder sonstige Programmpunkte im Denkmal anbieten wollen. Vor allem Besitzer sonst nicht öffentlich zugänglicher Gebäude können den Tag nutzen, um der Öffentlichkeit ihr Denkmal vorzustellen. Auch Denkmale, die wegen laufender Bauarbeiten geschlossen sind, können sich beteiligen und die Fortschritte der Restaurierung präsentieren. Das Motto 2016 lautet: Gemeinsam Denkmale erhalten. Im Mittelpunkt soll also das gemeinsame Arbeiten für die Erhaltung unseres kulturellen Erbes stehen. Die nach Plänen von Michaelis & Dietrich aus Cottbus um 1912 errichtete und eingeweihte Friedhofskapelle Rahnsdorf, Fürstenwalder Allee 93, ist ein solches Baudenkmal, für dessen Erhalt sich neben dem Bezirk auch eine Bürgerinitiative engagiert. Die Bürgerinitiative erhielt 2015 die Ferdinand-von-Quast-Medaille, den Berliner Denkmalpreis. Am 11. September, 12 bis 16 Uhr, beantworten Restauratoren vor Ort die Fragen der Besucher. Der Tag wird mit Musik und einer kleinen Bilderausstellung des Malers Peter Augustinski aus Müggelheim begleitet.

Hotline geschaltet

Weitere offene Denkmäler im Bezirk sind im Internet aufgelistet. Programmhefte können kostenfrei im Landesdenkmalamt Berlin (Klosterstraße 47) abgeholt werden. Außerdem liegren diese in den Bürgerämtern und Hauptbüchereien der Bezirke aus. Zur persönlichen Beratung ist am kommenden Wochenende eine Hotline geschaltet (Samstag 10 bis 16 Uhr, Sonntag 10 bis 13 Uhr).

ara/red, Bild: Wolfgang Bittner

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