Erstmals mehr als 30 Millionen Fluggäste

Arbeitsmarkt: Tegel bricht immer neue Rekorde.

Der Himmel über Berlin wird immer enger. Der Luftverkehr in der Hauptstadt wächst bereits seit 13 Jahren in Folge schneller als an anderen deutschen Verkehrsflughäfen. Im Vorjahr starteten und landeten 29,53 Millionen Passagiere. Das ist ein Zuwachs von 5,5 Prozent. In Tegel wurden 21 Millionen Fluggäste abgefertigt, in Schönefeld 8,5 Millionen. In diesem Jahr werden die Passagierzahlen erstmals
über 30 Millionen klettern.

Größte Arbeitgeber

Eine solche Entwicklung war Anfang der 1990er Jahre nicht absehbar. Ursprünglich war der Airport Tegel für 5,5 Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt. Zur Zeit des unten stehenden Abendblatt-Artikels, 1997, wurden rund neun Millionen abgefertigt. Die Flughafen-Holding ging damals davon aus, dass Tegel maximal 11,5 Millionen Passagiere verkraften könnte. Die Kernaussage des Artikels stimmt aber auch heute noch: Die Berliner Flughäfen gehören zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Das dortige Arbeitsplatzwachstum geht ungebremst weiter. Insgesamt 21.362 direkte Luftverkehrsarbeitsplätze gibt es in der Hauptstadtregion.

Jobs verdoppelt

Seit 1993 hat sich die Anzahl der Arbeitsplätze somit mehr als verdoppelt. Am Flughafen Berlin-Tegel arbeiten 12.063 Menschen, in Schönefeld gibt es 7.937 Arbeitsplätze. Am künftigen Flughafen Berlin Brandenburg arbeiten derzeit schon 765 Personen. Hinzu kommen 597 sogenannte Off-Airport-Arbeitsplätze, etwa in Callcentern, Behörden und sonstigen Dienstleitungen in nicht unmittelbarer Flughafennähe. Die vier größten Arbeitgeber an den Berliner Flughäfen sind der Lufthansa-Konzern (3.071 Beschäftigte), airberlin (2.796), der WISAG-Konzern inklusive GlobeGround Berlin (2.087) sowie die Flughafengesellschaft (1.868).

Michael Hielscher, Bild:BAB/Archiv

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