Besser verzahnt in Schöneweide

Innovationswerkstatt bringt Studenten und Unternehmen zusammen.

Studierende helfen der Schöneweider Wirtschaft mit frischen Ideen auf die Sprünge. Dieser Ansatz steht hinter der Innovationswerkstatt, die das Regionalmanagement Schöneweide vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat. Jetzt geht das Projekt in eine neue Phase.

Transfer ausbauen

„Indem sich Wista und HTW Berlin nun zusammengeschlossen haben, um das Vorhaben dauerhaft zu etablieren, bekommt das Ganze eine neue Qualität“, sagt Henriette Haase von der Wista-Management GmbH. Durch die Berliner Wirtschaft als Bildungsprojekt zum Ausbau von Wissenstransfer gefördert, sind in der zweijährigen Testphase von 2016 bis 2018 insgesamt vier interdisziplinäre Innovationswerkstätten geplant.

An der diesjährigen Runde der Innovationswerkstatt sind die Unternehmen Berlin Box, H3ko und botspot beteiligt. Auf Seiten der HTW Berlin bringen sich Studierende unter anderem aus den Fachrichtungen Wirtschaftskommunikation, Ingenieurwissenschaft, Modedesign und Industrial Design ein. Für die Unternehmen suchen sie nach Lösungen, um Produktionsprozesse, Anwendungsfelder für Technologien und Marketingkonzepte zu verbessern. Es handelt sich um ergebnisoffene Forschungsprojekte, nicht um Auftragsforschung. Behandelt werden Fragestellungen, für die im Tagesgeschäft meist keine Zeit bleibt. Kürzlich waren die Studentinnen und Studenten bei den Unternehmen und tauschten sich aus. Zurück in der Werkstatt werden sie derzeit von Design-Thinking Coaches methodisch begleitet, um ihr Wissen aus den unterschiedlichen Studiengängen auf einen Praxisfall anzuwenden. Ende November werden die Lösungsansätze präsentiert.

Nachwuchs fehlt

„Das Format muss sich noch etablieren, auch für die HTW Berlin ist es ein Experiment“, sagt Haase. „Alle Seiten profitieren davon: Die Unternehmen bekommen Anregungen von außen und treffen potenzielle Nachwuchskräfte.“ In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen sei das Personal überaltert, wird Nachwuchs gebraucht. Außerdem haben viele Betriebe wenig Erfahrung mit Personal-Marketing. „Die Studierenden können ihnen helfen, an ihrer Außendarstellung zu feilen und so attraktiver für junge Fachkräfte zu werden“, sagt Haase. „Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag dafür, dass sich die Wirtschaft in Schöneweide besser aufstellt.“ Für die jungen Leute würden sich in dem praxisnahen Lehrformat wertvolle Erstkontakte ergeben. Die Innovationswerkstatt sei Teil der Strategie der HTW Berlin, die Absolventen in Schöneweide beziehungsweise in Berlin zu halten, indem sich diese schon während des Studiums miteinander vernetzen.“

Nils Michaelis, Bilder: HTW Berlin/Philipp Meuser, HTW Berlin/Alexander Rentsch

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