Postfuhramt soll Kiez werden

Stadtentwicklung: Industrieller Chic liegt weiter im Trend – auch im neuen Bricks-Quartier.

Im Alten Postfuhramt zwischen der Hauptstraße und dem Akazienkiez will der Berliner Projektentwickler Trockland das Wohn- und Geschäftsquartier „Bricks“ bauen. Namensgebend ist das rote Backsteingemäuer des dortigen 1901/1902 erbauten, heute denkmalgeschützten Postfuhramts West. Anfang kommenden Jahres soll der Bau starten, ab der zweiten Jahreshälfte 2018 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.

Auf dem etwa 11.700 Quadratmeter großen Arial soll eine Symbiose aus zeitgemäßem Neubau und stilvollem Altbau entstehen, nach den Plänen des renommierten Architekturbüros Graft. Hier sollen Leben, Arbeit und Freizeit zusammenkommen, inklusive Gastronomieangebot. Die Architekten wollen dabei den industriellen Chic des Alten Postfuhramts bewahren. Dazu sind zwei Neubauten mit 130 Mietwohnungen zwischen 35 und 150 Quadratmetern mit Balkonen, Terrassen sowie gemeinschaftlicher Dachterrassen geplant. An dem öffentlichen Durchgang von der Hauptstraße bis zur Belziger Straße sollen verschiedene Geschäfte angesiedelt werden, darunter ein Bio-Supermarkt sowie Restaurants und Cafés. Aktuell gibt es im Alten Postfuhramt ein Taekwondo Studio, die EBC Wirtschaftshochschule, die Experimental Game GmbH, das Kabbalah Centre sowie mehrere Start-ups – und seit Juli auch die Freie Schule Schöneberg, eine Grundschule, die besonderen Wert auf die Freiheit und Selbstbestimmung ihrer Schüler legt.

Daniel Seeger, Bild: GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH

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