Berlins größtes Graffiti gibt es in Lichtenberg

Kunst – Sprayerbild mit Motiven auf 1.500 Quadratmetern ist fertig gestellt.

Nicht nur den Besuchern des Weitlingkiezes waren die bunten Wände am S-Bahnhof Lichtenberg schon lange bekannt – auf Bildern und in den Medien gelten Teile des Graffitis an der Skandinavischen Straße bereits jetzt als Erkennungszeichen und Symbol für den Lichtenberger Süden. Beginnend am Vorplatz zur U5 in der Weitlingstraße, über beide Seiten der Unterführung in Richtung Skandinavische Straße, weitergehend über die Fläche am kleinen Parkplatz an der Ecke Einbecker Straße, bis zur Höhe Frankfurter Allee 282 kann diese Kunst der besonderen Art jetzt entdeckt werden. Ein riesiger Berliner Bär, die Berliner S-Bahn, Schloss Friedrichsfelde, eine Menge bunter aber auch dusterer Plattenbaukulisse und immer wieder viele bunte, schrille und provokante Schriftzüge gibt es unterhalb der Lichtenberger Brücke zu entdecken – alles Motive, die allesamt irgendwie etwas mit dem Leben in der Stadt Berlin zu tun haben.

Sieben Jahre

Das Projekt der tausend Farben begann 2009 mit einer Ausschreibung des damaligen Lichtenberger Jugendstadtrates Michael Rässler-Wolff. Der wollte Farbe in den Bezirk und insbesondere in die Gegend rum um den S- und U-Bahnhof Lichtenberg bringen. Schließlich waren die Wände in der Unterführung zur Frankfurter Allee auch mit einer Menge rechtsradikaler Schmierereien beschmiert gewesen. Die gibt es inzwischen auf der 1.500 Quadratmeter großen Gemäldefläche nicht mehr, und statt der brüllenden Parolen können Betrachter sich nun auf eine Berliner Szene-Reise einstellen. Mit Beginn des Großprojektes an der Lichtenberger Brücke hat die Graffiti-Crew auch mehr als 20 weitere Projekte mit Lichtenberger Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Die Werke können an Wänden von Schulen, Freizeiteinrichtungen, interkulturellen Zentren, Sporteinrichtungen und Gebäuden im öffentlichen Raum im ganzen Bezirk betrachtet werden. Auch weitere Großprojekte sind für die Zukunft geplant: Zum Beispiel sollen Gestaltungen im Zoschke-Stadion, in der Freizeiteinrichtung Orange-Flip und am DRK-Haus auf dem Vorplatz der Lichtenberger Brücke folgen.

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den bunten Sprayer-Bildern war der im Kern neunköpfigen Graffiti-Crew immer sehr wichtig. Unter künstlerisch-pädagogischer Anleitung unterstützten sie die jungen Menschen dabei, Skizzen anzufertigen und diese dann umzusetzen. Nach eigenen Angaben wollen die Lichtenberger Sprayer mit Projekten dieser Art künstlerische und gesellschaftliche Zeichen gegen Graffiti-Schmierereien setzen und ihren eigenen Ausdruck von Kreativität gestalten.

Vorzeigeprojekt

Ein Engagement, das auch die Politik Lichtenbergs weiter zu schätzen weiß. Schließlich war auch Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro bei der Einweihung der neuen Sehenswürdigkeit mit von der Partie. „Ich freue mich besonders, dass fast einhundert Jugendliche aus Berlin, New York, Melbourne und Amsterdam gemeinsam an diesem Projekt beteiligt waren und sich dabei kennen lernen konnten“, so die Bürgermeisterin.

red/ ylla, Bild: Bezirksamt Lichtenberg / Presestelle

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