Der Tüftler aus dem Hinterhof

Geschichte: Werner von Siemens wurde vor 200 Jahren geboren.

Ob Siemensstraße, Siemensdamm oder natürlich die Siemensstadt. Sie alle erinnern an einen Mann, der vor 200 Jahren, am 13. Dezember 1816, geboren wurde: Werner Siemens. Damals noch ohne den Adelstitel „von“, der ihm erst später ehrenhalber verliehen wurde. Die Welt und auch Berlin haben diesem Mann viel zu verdanken: die Berliner U-Bahn, die ersten Telefone in Deutschland, Berlins erste elektrische Beleuchtung am Potsdamer Platz, der erste elektrische Personenaufzug oder damals revolutionäre Dinge wie Staubsauger, Bügeleisen und Waschmaschine.

Hinterhof-Gründer

Siemens entdeckte das dynamoelektrische Prinzip und gilt als Begründer der Elektrotechnik. Zusammen mit Johann Georg Halske gründete Werner Siemens am 12. Oktober 1847 die „Telegraphen Bau-Anstalt von Siemens & Halske“ in Berlin, aus der die heutige Siemens AG hervorging. Das Unternehmen startete mit zehn Mitarbeitern in einem Kreuzberger Hinterhof. Es entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte von der kleinen Werkstatt, die neben Telegrafen vor allem Eisenbahnläutwerke, Drahtisolierungen und Wassermesser herstellte, zu einem der weltweit größten Elektro- und Technologiekonzerne. Als Werner von Siemens starb, hatte das Unternehmen 6.500 Mitarbeiter weltweit und unterhielt Niederlassungen in Großbritannien, Frankreich, Österreich, Ungarn, Russland sowie den Vereinigten Staaten.

Der Zeit voraus

Werner Siemens wurde in Lenthe bei Hannover als viertes von 14 Kindern einer Gutspächterfamilie geboren. Eine dreijährige Fachausbildung an der Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin schuf eine solide Grundlage für seine künftigen Arbeiten. Zu seinen bedeutendsten Erfindungen zählen der Zeigertelegraf, die erste elektrische Eisenbahn der Welt und der weltweit erste Oberleitungsbus. Von Siemens war wesentlich daran beteiligt, dass in Deutschland die Voraussetzungen für den gewerblichen Schutz von Innovationen geschaffen wurden. Auch in sozialen Belangen war er seiner Zeit voraus: 1872 gründete er die Pensions-, Witwen- und Waisenkasse für sein Unternehmen. 1888 wurde er von Kaiser Friedrich III. in den Adelsstand erhoben. Werner von Siemens starb wenige Tage vor seinem 76. Geburtstag, am 6. Dezember 1892, in seinem Haus in Charlottenburg.

Jubiläums-Website

Was den Erfinder und „Selfmademan“ antrieb, wie sich der Workaholic in seiner Magdeburger Tüftlerwerkstatt fast in die Luft gesprengt hätte und manch Interessantes mehr bietet eine Webseite.

red/mh, Bild: Siemens AG

 

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