Skater suchen ein Zuhause

Auch im Winter sollen die Räder rollen.

Bei vereisten Wegen und Schnee auf den Straßen muss das Skateboard bei vielen Jugendlichen im Schrank überwintern. Das will der Verein „We.Roll.Berlin“ jetzt ändern. In einer leerstehen Produktionshalle in der Premnitzer Straße soll ein Paradies für Skater, Inliner und BMX-Sportler entstehen. Mit ihren 1.600 Quadratmetern, einer Deckenhöhe von sechs Metern und einem zum Rollen geeigneten Estrichfußboden bietet die Halle perfekte Voraussetzungen für tollkühne Stunts auf den geschwungenen Rampenlandschaften. Außerdem liegt die Halle auch noch verkehrstechnisch sehr günstig am S-Bahnhof Mehrower Allee.

Sponsoren vorhanden

Die Kosten für den Umbau der Halle liegen zwischen 120.000 und 160.000 Euro. Um diese Investition und die monatlichen Betriebs- und Wartungskosten zu finanzieren, gebe es bereits Sponsoren, sowie eine Anforderung der Bezirksverordnetenversammlung an das Bezirksamt zur finanziellen Unterstützung. Zusätzlich soll ein Eintrittsgeld von zwei Euro erhoben werden. Da die Halle für eine gewerbliche Nutzung konzipiert ist, fordert der Verein vom Bezirk eine Zwischennutzungs-Möglichkeit. Ihr Ziel sei es, die Halle noch in diesem Winter in Betrieb nehmen zu können, sagt Streetworker Uwe Heide von Gangway. Der Verein für Straßensozialarbeit unterstützt das Projekt. Steffen Ostehr, Bezirksverordneter der Linksfraktion in Marzahn-Hellersdorf, hält dagegen eher einen Termin zum Jahresende für realistisch. Die Brandschutzverordnung sei ein großes Problem.

Wichtige Bedeutung

Da es sich bei der Nutzung der Räumlichkeiten in der Premnitzer Straße nur um eine Übergangslösung handelt, möchte sich Ostehr zusammen mit der Bezirksverordnetenversammlung für eine langfristige Betreibung einer Skaterhalle einsetzen. Dann könnten die meist jugendlichen Sportler ihr Hobby ganzjährig und bei jedem Wetter ausüben. „Eine solche Halle hat nicht nur eine wichtige Bedeutung für Skater aus Marzahn-Hellersdorf, sondern würde auch die Attraktivität des Bezirks über seine Grenzen hinaus steigern und ein Anlaufpunkt für Rollsportinteressierte aus ganz Berlin werden“, sagt der Bezirksverordnete. Gerade einen festen Standort haben die Marzahner Skater dringend nötig, denn sie mussten schon oft umziehen und um den Erhalt ihrer Anlagen kämpfen. Der „Rote Skatepark“ an der Wuhletalstraße wurde abgerissen, den Platz an der Schwarzburger Straße mussten sie aufgrund von Anwohnerbeschwerden verlassen. Damit es bald wieder zügig rollt, kämpft der Verein weiter um eine schnelle Umsetzung seiner Pläne.

Marley Lackermann, Bild: Getty Images/iStockphoto/Brothers_Art

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