Ein Netz aus vielen Gedenksteinen

Gedenken: Eine Ausstellung dokumentiert das Jahrhundertprojekt.

Fast 200 Stolpersteine sind in den letzten fünfzehn Jahren durch bürgerschaftliches Engagement in Neukölln verlegt worden. Aus Anlass des Holocaust-Gedenktages präsentiert das Museum Neukölln nun eine mobile Ausstellung über dieses einzigartige Erinnerungsprojekt von unten, das von dem Kölner Künstler Gunter Demnig initiiert wurde. Stolpersteine machen täglich im Straßenbild von Neukölln auf die persönlichen Schicksale von Opfern des Nationalsozialismus aufmerksam. Jeder einzelne Stein symbolisiert die Leerstelle, die entstand, weil ein Mensch von den Nationalsozialisten gewaltsam aus seiner Nachbarschaft gerissen wurde.

In ihrer Gesamtheit ergeben die von Gunter Demnig entworfenen Steine eine „soziale Skulptur“ – ein Kunstwerk, das durch die Beteiligung vieler einzelner Menschen zum Wohl einer Gesellschaft beiträgt. Die Ausstellung, die derzeit im zweiten Obergeschoss des Neuköllner Rathauses zu sehen ist, stellt ausgewählte Neuköllner Bürger vor, für die ein Stolperstein verlegt wurde. Sie zeigt die verschiedenen Akteure und Organisationen, die sich mit ihrem großen sozialen Engagement für die Erinnerungsarbeit im Bezirk einsetzen.

Der Start

Die Ausstellung selbst eröffnete Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) mit einer Ansprache: „Unsere Neuköllner Stolpersteine zeigen: Nicht irgendwo ist Schreckliches geschehen, sondern auch hier, in unseren Straßen wurden jüdische Menschen aus ihrem Leben gerissen. So etwas darf sich niemals wiederholen. Mit der Ausstellung ‘Stolpersteine in Neukölln. Erinnerungskultur von unten’ des Mobilen Museums Neukölln im Rathaus setzt das Bezirksamt Neukölln ein deutliches Zeichen gegen antisemitische, rassistische und rechtspopulistische Parolen.“

Die mobile Ausstellung wird noch bis zum 15. Februar im Neuköllner Rathaus zu sehen sein. Danach werden die dokumentierten Fototafeln in den Neukölln Arcaden in der Karl-Marx-Str. 66 bis zum 26. Februar ausgestellt sein, ehe sie bis zum 26. März im Neuköllner Tor in der Karl-Marx-Str. 231–235 ausgestellt sein werden. Weitere Termine bis zum Herbst des Jahres können auf der Website des Museums Neukölln nachgelesen werden.

Weitere Informationen
Museum Neukölln, Alt Britz 81, 12359 Berlin
Öffnungszeiten: täglich 10.00 – 18.00 Uhr
030 / 627 277 727
info@museum-neukoelln.de
www.museum-neukoelln.de

red, Bild: Stefan Bartylla

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