Mit „Icke“ zur IGA

Verkehr: Stadler Pankow liefert die neue U-Bahn pünktlich an die BVG aus.

Stadler bewegt unser Leben: Die Schienenfahrzeuge aus dem Pankower Werk des Schweizer Unternehmens sind weltweit unterwegs und für ihre Qualität, Zuverlässigkeit und Termintreue berühmt. „Wir stehen zu unserem Wort und liefern pünktlich“, versicherte kürzlich Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH. Und das heißt: U- und S-Bahnen gehen wie vereinbart auf die Schiene. „Ehrensache. Wir sind mit der Region stark verwurzelt, wollen unser Engagement weiter ausbauen“, so Braker.

Leicht bauchig

Die BVG gibt das Tempo vor. Sie will ihr U-Bahn-Netz modernisieren und hat weitere 38 Bahnen geordert. Bereits seit 2015 sind zwei Prototypen der neuen IK-Reihe sehr erfolgreich unterwegs – von den Berlinern bereits liebevoll „Icke“ getauft. Auch wenn es viele nervt, dass sich „Ickes“ Türen reichlich langsam öffnen, die Bahn ist heller, komfortabler, verfügt über ein modernes Informationssystem, schafft durch ihre leicht bauchige Ausführung mehr Platz im Fahrgastraum. Die ersten elf, von insgesamt 19 Bahnen, werden noch in diesem Jahr ausgeliefert und auf der U5 bis U9 in Betrieb gehen. So befördert „Icke“ dann auch die IGA-Gäste nach Marzahn. Bis 2019 sollen alle 38 neuen Züge durch Berlin rollen.

Geschäft brummt

Gut im Plan sind auch die Arbeiten an der neuen S-Bahn-Generation. Die Konstruktionsphase ist so gut wie abgeschlossen und noch in diesem Jahr werden, laut Braker, die ersten Wagen gebaut. Es folgt eine gründliche Erprobungsphase, bevor Ende 2020/Anfang 2021 die ersten Prototypen auf dem Teilnetz Ring/Südost fahren. Drei Jahre später werden dann alle 106 bestellten Wagen die in die Jahre gekommene Berliner S-Bahn-Flotte weitgehend ersetzt haben. Auch sonst legt Stadler ein rasantes Tempo vor. Im Jahr 2000 waren in Berlin lediglich 200 Mitarbeiter beschäftigt, heute sind es im Pankower Werk mit seinen Standorten in Reinickendorf und Velten rund 1.100 Beschäftigte. Das Geschäft brummt – im Vorjahr wurden fast 70 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Umsatz von 300 Millionen Euro erwirtschaftet und Aufträge für mehr als eine Milliarde Euro eingefahren. Bereits 2015 gelang ein ganz besonderer Coup: Stadler entwickelt und baut für den kanadischen Reiseveranstalter Rocky Mountaineer zehn maßgeschneiderte doppelstöckige Panorama-Reisezugwagen. „Das sind Kreuzfahrtschiffe auf Rädern, aufwendig klimatisiert, dimmbare Panoramafenster, Bord-Küche mit Sterneformat“, freut sich Braker. Gebaut werden die Wagen im Werk Reinickendorf, der erste geht noch 2017 in den kanadischen Bergen auf die Schiene.

Autor und Bild: Jürgen Zweigert

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