Diakonie schließt Lücke

Erste Migrations-Beratungsstelle im Bezirk.

Wo kann ich Deutsch lernen? Wie finde ich eine Wohnung? Wovon kann ich leben? Wer als Migrant nach Berlin kommt, hat viele Fragen. Das Diakonische Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf e.V. (DWSTZ) hat dafür jetzt in der Johanna-Stegen-Straße 8 die Beratungsstelle „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ eröffnet.

Ansprechpartnerin für Hilfesuchende ist Maryline Osogo. Die gebürtige Kenianerin hat Soziale Arbeit studiert und zudem einen Master in Intercultural Communications Studies. Darüber hinaus verfügt sie über fünf Jahre Berufserfahrung in der Beratung von ausländischen Studierenden an der Berliner Humboldt-Universität. Mit dem Angebot wird eine große Beratungslücke geschlossen, sagt DWSTZ-Geschäftsführerin Sabine Hafener. „Der Bezirk war bislang der einzige in Berlin ohne ein vergleichbares Angebot.“ Dabei sieht Sabine Hafener hervorragende Synergien: Maryline Osogo wird schließlich Tür an Tür mit den Integrationslotsen und der Sozialen Beratung des DWSTZ arbeiten. „Die Beratung wird sich ganz unbürokratisch am jeweiligen Bedarf ausrichten“, sagt Maryline Osogo, die nicht nur fließend Deutsch und Englisch, sondern auch noch Suaheli und den kenianischen Dialekt Luo spricht.

„Egal ob es um die finanzielle Absicherung, soziale Fragen, Ausbildung, Studium, Sprache, Kinderbetreuungs- oder Freizeitangebote geht – wir sind der erste Anlaufpunkt für alle Fragen auf dem Weg zu einem guten Ankommen im Bezirk“, sagt die 36-Jährige. Die engagierte Integrations-Expertin will sich in den bestehenden Netzwerken einbringen, um weitere bedarfsgerechte Integrationsangebote zu entwickeln und bei der interkulturellen Öffnung der Verwaltungsbehörden mitzuwirken.

Red., Bild: DWSTZ

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