Frischekur für Sportstätten

Fünf große Maßnahmen stehen im Jahr 2017 an.

Erstmalig stehen dem Bezirk Gelder für die Sanierung seiner Sportanlagen in siebenstelliger Höhe zur Verfügung. „Das versetzt den Fachbereich Sport in die erfreuliche Lage, den erheblichen Sanierungsrückstau auf den bezirklichen Sportanlagen in Höhe von rund 25 Millionen Euro schneller zu beheben“, teilt das Bezirksamt mit.

Viele Sportler profitieren

280.000 Euro fließen in die Sanierung des Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage Werderstraße, das bedeutet laut Bezirksamt die Sicherstellung des Trainings- und Spielbetriebes für diverse Spandauer Fußballvereine. Auch die energetischen Sanierungsarbeiten, die seit vier Jahren im Umkleidegebäude der Sportanlage Grüngürtel (Sanität, Heizung, Lüftung) ausstehen, werden nun behoben. Mit sechs neuen Großkabinen und einer zweiten Schiedsrichterkabine soll ein komplett energetisches und barrierefreies Umkleidegebäude auf Spandaus größter Sportanlage gebaut werden. Kostenpunkt: 120.000 Euro. Der Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Grüngürtel wird für 280.000 Euro saniert, damit der Trainings- und Spielbetrieb für diverse Spandauer Fußballvereine wieder sichergestellt ist. Für den zweitgrößten Fußballverein Spandaus, die Spandauer Kickers, wird für 465.000 Euro auf der Sportanlage Staaken West bis April 2018 der 1. Abschnitt der Sanierung eines Umkleidegebäudeteils realisiert. Es wird außerdem zwei weitere Umkleidekabinen und einen barrierefreien Gäste-WC-Bereich sowie eine verbesserte Umkleide- und Duschsituation für den Verein im Allgemeinen geben. 150.000 Euro fließen in die Sanierung der Uferbefestigung und der Steganlagen im Wassersportheim Gatow.

Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich bis April/Mai 2018 andauern. Mit der Maßnahme wird der Wassersportbetrieb für Schulen und Vereine sichergestellt. „Die marode Uferbefestigung und die defekten Steganlagen hätten eigentlich schon gesperrt werden müssen“, heißt es aus dem Bezirksamt. In Summe stehen für diese Maßnahmen 1.295.000 Euro zur Verfügung. Weiter kann aus anderen Finanzierungsquellen der erste Teil der Sanierung im Bootshaus Oberhavel zur Sicherstellung des Schul- und Vereinssportbetriebes durchgeführt werden. Zusätzlich stehen dem Bezirk Gelder aus der Feuerversicherung zur Verfügung, um den Wiederaufbau der ehemaligen, abgebrannten Sporthütte zum Multifunktionsgebäude (keine gewerbliche Gaststätte) im Bereich des Stadions Hakenfelde durchführen zu können. Der für Sport zuständige Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank führt hierzu aus: „Die Sanierung der bezirklichen Sportanlagen ist ebenso dringlich wie die der Schulen. Viele hundert Spandauer Sportler werden von den oben genannten Maßnahmen profitieren. Daher freut es mich, dass eine für die Aufrechterhaltung des Sportbetriebs auf diesen Anlagen eminent wichtige Sanierungsplanung für 2017 auf den Weg gebracht worden ist.“

Mehr Geld nötig

Dennoch seien auch für die Sportanlagen weitere Gelder und Mittel, für Sanierung ebenso wie für Neubau- und Erweiterungsbaumaßnahmen, nötig. Nur so könne es gelingen, Baumaßnahmen nicht über mehrere Jahre strecken zu müssen und den dringenden Sanierungsbedarf in absehbarer Zeit beheben zu können.

(sara/red), Bild: Thinkstock/iStock/matimix

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