Ohne Papa geht es nicht!

Am Sonntag wird in Karow nach dem passenden Stammzellenspender  für Simon gesucht.

Der Krebs ist wieder da. Er war nie richtig weg, aber nun ist er mit Wucht zurück. Das multiple Myelom ist eine besonders brutale Form des Blutkrebs. Unheilbar, bisher. Therapien können das Leben verlängern. Fünf Jahre sind möglich; manchmal auch bis zu 15. Ein Zeitgewinn – verbunden mit der Hoffnung, dass die Forschung inzwischen ein Gegenmittel findet. Aber das Weiterleben ist nur möglich, wenn sich Menschen mit den gleichen Gewebemerkmalen finden und zu einer Stammzellspende bereit sind.

Schlimme Ungewissheit

Simon hofft auf Zukunft. Der 36-jährige Familienvater aus Berlin-Karow lebt seit fünf Jahren mit dem Krebs. Was damals mit einem vermuteten Bandscheibenvorfall begann, entpuppte sich als fortgeschrittener Blutkrebs. Seitdem dominieren Monate und Jahre schmerzhafter Chemotherapien sein Leben. Eine Welt brach zusammen, Pläne wurden Makulatur. Dennoch hadert Simon nicht mit seinem Schicksal. „Klar ist Krebs ein Arschloch“, sagt er. „Doch es gibt so viel Leid auf der Welt, so viele Menschen erleiden Verluste. Wir haben ein Zuhause, ein warmes Bett, einen vollen Kühlschrank, Zeit für schöne Stunden miteinander.“ Das Schlimme ist die Ungewissheit, das Hoffen und Bangen. Er will stark bleiben – für seine beiden Kinder, die achtjährige „Einhornbändigerin“, den vierjährigen „Batman“, für seine Lebenspartnerin Ines Gillmeister. Gemeinsam wollen sie die „Krabbe Kunibert“ – wie sie das in seinem Körper wütende Ding nennen – besiegen. „Simon soll unsere Kinder aufwachsen sehen. Wir wollen in diesem Jahr heiraten, die beiden sollen die Blumen streuen“, sagt Ines. „Simon ist der Held unserer Familie, der beste Papa überhaupt. Er soll leben, denn ohne Papa geht es nicht!“

Jeder willkommen

Simon, hauptberuflich bei Daimler beschäftigt, kennt sich aus mit den Unwägbarkeiten des Lebens. Seit frühester Jugend ehrenamtlich im DRK-Kreisverband Müggelspree dabei, ist er stets für andere da, hat bei Unfällen, Katastrophen, Evakuierungen geholfen. Ein Mensch, der Solidarität lebt. Nur gerecht, wenn er jetzt ein Stück davon zurück bekäme: Wer zwischen 17 und 55 Jahre alt und gesund ist, kann sich am morgigen Sonntag,  24. April, von 11 bis 16 Uhr in der Turnhalle der Grundschule am Panketal, Achillesstraße 31, 13125 Berlin, als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH registrieren lassen. Es tut nicht weh – nur fünf Milliliter Blut bringen die Gewissheit, ob aus einem potenziellen ein aktiver Spender wird. „Ein winziger Schritt nur für den Spender – doch ein Riesenschritt für den Patienten und seine einzige Chance auf Zukunft“, sagen die Fernseh-Moderatoren Eva und Peter Imhof, Schirmherren der Typisierungsaktion für Simon. Jeder ist willkommen – auch außerhalb dieser Aktion ist die Registrierung jederzeit möglich.

Kontakt

Weitere Informationen stehen im Internet zur Verfügung.

Telefon:  (030) 83 22 797 – 10

Jürgen Zweigert, Bild:  Art Session 
 

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