Wege in die mobile Zukunft

Mit einem Aktionstag präsentiert das Bezirksamt seine Maßnahmen für mehr Klimafreundlichkeit.

Lichtenberg soll als kinder- und familienfreundlicher Bezirk auch Vorreiter beim generationenübergreifenden Klimaschutz und klimafreundlicher Mobilität werden. Den Start dazu möchten die Politiker auch am eigenen Arbeitsplatz, nämlich im Bezirksamt vorgeben. Dort sollen möglichst bald den Kollegen der Wechsel vom Auto zu Bahn, Bus und Fahrrad leichter gemacht werden. Eine Umfrage der bezirklichen Klimaschutzbeauftragten Kerstin Schindler ergab, dass noch immer fast die Hälfte der Mitarbeiter im eigenen Auto für Arbeitswege und Dienstfahrten unterwegs sind. „Wir haben jetzt Nextbike-Stationen am Rathaus an der Möllendorffstraße und dem großen Dienstgebäude in Alt-Friedrichsfelde aufstellen lassen. Die Leihräder an den Stationen sollen unsere Kollegen für kurze Strecken zum Beispiel zwischen den Amtsstandorten nutzen“, führt sie aus.

Amts-Autos

Auch die hauseigene Fahrzeugflotte des Bezirksamtes soll auf Zukunftstechnologien umgestellt werden. Als erstes werden für den Bereich der Regionalisierten Ordnungsaufgaben Elektroautos statt der Benzinfahrzeuge eingeführt. „Das ist auch ein Test für Infrastruktur und Kosten dieser Technologie“, erläutert Bezirksbürgermeister Michael Grunst, der weiß, dass auch in Zukunft ein Teil der 80 Dienstfahrzeuge des Bezirksamtes weiter mit Benzintechnik fahren muss. „Allein die Flotte des Grünflächenamtes mit seinen Spezialfahrzeugen wird wohl nicht durch Fahrzeuge mit Elektroantrieb ersetzbar sein“, so Grunst, der einem Umstieg von seinem Dienst-Audi A6 auf ein Elektrofahrzeug durchaus offen gegenüber steht. „Wir müssen aber erst die Erfahrungen der kommenden Monate auswerten. Wenn es funktioniert und sich rechnet, bin ich gerne für den Umstieg bereit“, so Grunst. Aber auch jenseits der Amtsgeschäfte möchte der Bezirk Verkehrslärm und Autoabgase vermeiden und schnellere Wege ermöglichen. Dazu gibt es bereits seit sieben Jahren ein bezirkseigenes Klimaschutz- und Mobilitätskonzept.

Der Einzige

Teil dessen ist dabei die Einführung des Fahrrad-Verleihsystems Nextbike, das seit dem vergangenen Jahr in Lichtenberg, als einzigem Bezirk außerhalb des S-Bahn-Ringes getestet wird und mit insgesamt acht Fahrrad-Verleihstationen ausgestattet ist. Weitere Pläne und Ideen des Klimaschutzkonzeptes werden am ersten Lichtenberger Mobilitätstag in der Jugendverkehrsschule in der Baikalstraße 4 am 6. Mai in der Zeit von zehn bis 18 Uhr zu sehen und zu erleben sein. Unter dem Motto „Mobilitätsschulen für alle Bürger“ werden Pedelecs, Elektrobikes und Lastenfahrräder vorgestellt, über Car- und Bike-Sharing sowie über Technik, Mobilitäts-Apps informiert. Für alle Lichtenberger soll es regelmäßige Info-Angebote in den beiden bezirklichen Verkehrsschulen geben.

Ständiges Angebot

Ab sofort wird es montags bis freitags in den Vormittagsstunden auch in der Verkehrsschule am Malchower Weg 66 in Hohenschönhausen Übungseinheiten für Kita-Kinder und Grundschüler im Radfahren und den Verkehrsregeln geben. An den Wochentagen in der Zeit von 15 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 16 Uhr sollen Lastenräder, E-Bikes und Pedelecs auf dem Verkehrsschul-Parcours kostenlos zum Ausprobieren bereit stehen.

Stefan Bartylla, Bild: Thinkstock / iStock / romrodinka

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