Die Sache mit der Religion

Eine neue Ausstellung im Museum Neukölln widmet sich der Vielfalt im Bezirk.

Fast die Hälfte der Menschen, die in Neukölln leben, gehört einer Religionsgemeinschaft an. Neben zahlreichen Kirchen und Gebetssälen christlicher Gemeinden gibt es in Neukölln auch 18 Moscheen, zwei Hindu-Tempel und ein buddhistisches Zentrum. Neukölln ist längst ein multireligiöses Gemeinwesen geworden, in dem Menschen verschiedenster Religionen und Konfessionen miteinander leben und im Austausch miteinander stehen. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehört allerdings keiner Religionsgemeinschaft an. Unter ihnen gibt es viele, die nicht an die Existenz eines Gottes glauben.

Vielseitiger Zugang

Anlässlich des Jubiläums zu 500 Jahren Reformation erforscht das Museum Neukölln (Alt-Britz 81) gemeinsam mit Schülern den religiösen Alltag im Bezirk. In acht durchlässigen Themennischen präsentiert die Ausstellung „Die Sache mit der Religion“ ab sofort einen vielseitigen Zugang zu den Weltreligionen. In Filmbeiträgen beantworten Experten von Schülern erarbeitete Fragen, die auch im Zusammenhang mit gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Debatten stehen. „Religiöse Alltagsobjekte, die zu einem großen Teil in Neukölln erworben wurden, geben einen dinglichen Zugang zur religiösen Praxis der hier lebenden Menschen“, so das Bezirksamt. Historische Zeugnisse geben Aufschluss über die mitunter lange Tradition religiösen Lebens in Neukölln und zugleich ihre gestiegene Vielfalt in einer offenen Gesellschaft. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Museums Neukölln mit acht Neuköllner Schulklassen der Albert-Einstein-Oberschule, dem Albrecht-Dürer-Gymnasium, dem Campus Efeuweg, der Evangelischen Schule Neukölln sowie der Katholischen Schule St. Marien.

Sensibles Thema

Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer (SPD) erklärte anlässlich der Eröffnung der Ausstellung: „In vielfältiger Art und Weise begegnen uns Religionen im täglichen Leben. Ob gewollt oder ungewollt, wir setzen uns mit ihnen auseinander, einiges erscheint fremd, anderes vertraut. Ich bin sehr gespannt auf die Beiträge der Schülerinnen und Schüler zu diesem spannenden und sensiblen Thema.“ Die Schau steht Besuchern bis zum 30. Dezember offen. Und zwar täglich von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.religion-in-neukoelln.de.

Red., Bi: Thinkstockphotos/iStock/ldLiudmylaSupynska

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