SPD-Politiker will die alte Späthbrücke wieder aufmachen

Verkehr: Querung des Teltowkanals liegt seit Jahren brach / Bund winkt ab.

Bis zur Teilung der Stadt verband die alte Späthstraßenbrücke die beiden Ortsteile Britz und Baumschulenweg über den Teltowkanal. Seit der Öffnung der neuen Brücke  ist sie gesperrt. Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu (SPD) setzt sich dafür ein, die Brücke  für Fußgänger und Radfahrer freizugeben. Das Bauwerk ist Eigentum der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). „Leider sperrt sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bisher gegen die Öffnung für Fußgänger und Radfahrer, obwohl die Brücke baulich in einem guten Zustand ist“, so Felgentreu. Über die alte Späthbrücke könnte bald jeder von Neukölln aus bequem über den Kanal zum Mauerweg gelangen, wo sich täglich viele Spaziergänger, Skater und Radler tummeln.

Anbindung vergessen

Auch bei einer anderen Brücke im Osten des Bezirks herrscht Stillstand. Dem Mauerradweg entlang der A113 fehlt eine Anbindung nach Norden. Die erforderliche Brücke über den Britzer Verbindungskanal ist Teil des im Februar vom Senat vorgestellten Radschnellwegenetzes. Ob und wann sie gebaut wird, steht nicht fest. Beim Bau der Autobahn 113 entstand nach der Jahrtausendwende zwischen Autobahn und Teltowkanal ein  asphaltierter Betriebsweg, nur die Anbindung in die Stadt wurde vergessen. Erreicht wird der Weg weit abseits von der Chris-Gueffroy-Allee oder an der Autobahnabfahrt Späthstraße.

Um  an die Zeit, als die Berliner Mauer Neukölln und den Altbezirk Treptow trennte, hatte Felgentreu kürzlich zu einer Wanderung entlang der einstigen Grenzlinie eingeladen. Während der 15 Kilometer langen Strecke von Alt-Treptow bis Rudow wurde an diversen (Bau-)Denkmälern, Erinnerungsstelen und Mauerresten haltgemacht Drei Zeitzeugen haben dabei mit ihren persönlichen Erinnerungen die Geschichte der Mauer zwischen Neukölln und Treptow zum Leben erweckt: Harald Antrack, früher als DDR-Grenzpolizist an der Grenze am Flutgraben stationiert, erzählte am Wachtturm Schlesischer Busch von seinem Dienst. Die beiden ehemaligen Bezirksbürgermeister von Neukölln und Treptow, Frank Bielka und Günter Polauke stellten zudem ihr historisches Aufeinandertreffen an der Massantebrücke nach.

Reste der Mauer

Die Massantebrücke, die die Stubenrauchstraße über den Teltowkanal führt, verbindet nun die lange Zeit getrennten Berliner Stadtteile Neukölln und Treptow. Unterwegs wurden zudem geschichtsträchtige Orte wie der Standort des früheren Grenzübergangs Sonnenallee und Mahnmale, die an Opfer des DDR-Grenzregimes erinnern, besucht.  Kurz vor dem Ziel ging es vorbei an den Resten der Hinterlandmauer Rudower Höhe, dem südlichsten Denkmal der Berliner Mauer. Nördlich der Rudower Höhe befinden sich Reste der Hinterlandmauer an ihrem originalen Standort.  Ihre letzte Station fand die Wanderung am Neuköllner Mauerkreuz zu Ehren der Mauertoten, das erst kürzlich durch das Bezirksamt Neukölln an den Standort am Neudecker Weg 7 versetzt wurde.

(red/nm), Bild: Fritz Felgentreu MdB Felgentreu 

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