Zitelmann im Interview über seine neue Biografie: Wenn Du nicht mehr brennst, starte neu!

Herr Dr. Dr. Zitelmann, Sie polarisieren mit Ihrer kürzlich im Finanzbuchverlag erschienenen Autobiografie „Wenn Du nicht mehr brennst, starte neu!“ und Sie rollen das Thema Erfolg mit praktischen Beispielen aus Ihrer einzigartigen Karriere neu auf. Sie bieten damit außergewöhnliche Einblicke in Ihr Leben und vielen Menschen eine interessante Lebenshilfe.

Was hat Sie bewegt das Buch zu schreiben und an wen richtet sich Ihr Buch „Wenn Du nicht mehr brennst, starte neu!“?

Zitelmann: Das Buch will Menschen Mut machen, auszuprobieren, ob mehr in ihnen steckt, als sie bislang gezeigt haben. Früher hat man eine Ausbildung absolviert oder etwas studiert und dann das ganze Leben lang das Gleiche gemacht. Ich denke, solche Biografien werden in Zukunft immer seltener. Und es gibt Umfragen, nachdem viele Menschen mit ihrem jetzigen Job nicht zufrieden sind. Ich zeige am Beispiel von meinem eigenen Leben, wie man immer wieder neu starten und Erfolg haben kann.

In Kapitel 3 Ihres Buches schreiben Sie, dass Sie in Ihrer Jugend Maoist waren – heute sind Sie Liberaler. Was waren Ihre Beweggründe, Ihre politische Gesinnung zu ändern?

Zitelmann: Eine solche Wandlung ist nicht ungewöhnlich. Man sagt ja, wer mit 20 kein Sozialist ist, habe kein Herz und wer mit 30 immer noch einer sei, habe keinen Verstand. Bei mir war es ein über viele Jahre dauernder Prozess der Ablösung von linken Utopien, der unter anderem etwas zu tun hatte mit Erkenntnissen, die ich während meines Geschichtsstudiums gewonnen habe.

Freiheit und Selbstbestimmtheit sind zentrale Themen Ihres Buches. Was würden Sie Menschen empfehlen, die immer mit dem Gedanken der Selbstständigkeit gespielt, aber noch nicht den Mut gefunden haben den Sprung ins kalte Wasser zu wagen?

Zitelmann: Bei mir war es doch genauso. Daher kann ich mich in diese Menschen sehr gut hineinversetzen. Ich hätte auch nicht den Mut gehabt, wenn ich nicht zunächst nebenberuflich die Erfahrung gemacht hätte, dass ich unternehmerisch etwas auf die Beine stellen und damit Erfolg haben und Geld verdienen könnte. Selbstständigkeit kann wunderbar sein, aber die meisten scheitern eben damit. Und da ist es doch vernünftig, wenn man erstmal nebenberuflich ausprobiert, ob es funktionieren könnte, bevor man dann einen sicheren Job kündigt.

Sie waren lange Zeit Immobilieninvestor und haben viele Jahrzehnte der Entwicklung miterlebt. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt? Befinden wir uns in einer Blase?

Zitelmann: Es kann durchaus sein, dass die Preise noch weiter steigen, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Preissteigerungen wie in der Vergangenheit wird es nicht mehr geben. Und die Gefahr einer Korrektur wächst. Deshalb habe ich fast die Hälfte meiner Berliner Immobilien inzwischen verkauft. Wer eine vermietete Wohnung oder ein Haus länger als zehn Jahre besitzt (das ist aus Steuergründen wichtig) sollte jetzt über den Verkauf nachdenken.

Sie sagen, es sei enorm wichtig mit Rückschlägen umgehen zu können. Sie schreiben, „dass man sich nicht verzetteln, sondern auf das fokussieren soll, was man gut kann“. Woran erkennt man, dass man auf das richtige Pferd gesetzt hat?

Zitelmann: Probieren geht über studieren. Wenn Sie merken, dass eine Sache nicht läuft, dann sollten Sie zwar nicht zu schnell aufgeben, aber andererseits ehrlich zu sich sein: Vielleicht war es doch keine gute Idee. Viele Menschen betrügen sich selbst und halten an etwas fest, das offenbar nicht funktioniert.

Sie erwähnen in Ihrem Buch Ihre persönlichen 12 Lebensregeln. Welches Erfolgsprinzip wird von den meisten Menschen unterschätzt bzw. erachten Sie an dieser Stelle am Erwähnenswertesten?

Zitelmann: Inzwischen haben mir viele Leser des Buches geschrieben, dass gerade dieses 15. Kapitel mit den 12 Lebensregeln unglaublich wichtig für sie ist und ihnen persönlich viel gebracht hat. Auch auf Amazon haben das viele Leser mitgeteilt. Ich möchte daher keine der 12 Regeln hervorheben, weil wirklich alle wichtig sind. Ich empfehle aber, die Lektüre meines Buches nicht mit Kapitel 1, sondern mit diesem 15. Kapitel zu beginnen. Der Rest des Buches sind eigentlich nur Veranschaulichungen und Belege aus meinem eigenen Leben, dass diese Regeln wirklich funktionieren.

Vielen Dank für das Interview!

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