Bahnhof wird zum Lichtdom

Station Wannsee wird heller und freundlicher/ weniger Straftaten.

Ob Strandbad-Trip oder Potsdam-Besuch: Viele Wege führen zum Bahnhof Wannsee. Die Regional- und S- Bahn-Station ist einer der Verkehrsknotenpunkte Berlins. Besonders die „Wannseebahn“, die Strecken der S1 und der S7, verbindet Potsdam über Schöneberg mit dem Berliner Zentrum. Etwa 40.000 Reisende seien laut der Deutschen Bahn (DB) dort täglich unterwegs. Um das Aus- und Umsteigen angenehmer zu machen, wird der Bahnhof bis zum Sommer umgestaltet.

Direkt am Großen Wannsee liegt das Empfangsgebäude. Auf einem dreieckigen Grundstück zwischen dem Bahngelände und dem Kronprinzessinnenweg erstreckt sich das Bahnhofsgebäude mit Mittelbau und zwei Seitenflügeln. Dieser rund 90 Jahre alte Bau soll nun bis zum Sommer verschönert werden. Neben einer neuen Beleuchtungsanlage stehen eine komplette Reinigung, sowie Malerarbeiten an. Auch außerhalb des Bahnhofs soll es grüner werden. Die Deutsche Bahn plant ein bepflanztes Beet auf dem Vorplatz. Dafür investiert die Bahn rund 50.000 Euro.

Einladendes Ambiente

„Zurzeit ist die Eingangshalle verhältnismäßig nüchtern beleuchtet – das soll sich mit der neuen Beleuchtung ändern“, erklärt Bahn-Sprecher Gisbert Gahler. „Die neue Beleuchtung bringt das denkmalgeschützte Gebäude besser zur Geltung und schafft ein einladendes Ambiente für die Reisenden“. Vor allem die kuppelartige Decke der Empfangshalle solle zukünftig betont werden, indem sie angestrahlt wird und wie ein „Lichtdom“ wirken soll. Insgesamt werde versucht, eine angenehme Atmosphäre für die Reisenden zu schaffen. Das Empfangsgebäude entstand von 1927 bis 1928 nach den Plänen Richard Brademanns. Sein Bau wurde erforderlich, da das bisherige Empfangsgebäude dem Neubau eines dritten Bahnsteigs hatte weichen müssen. Charakteristisch für das Gebäude sind die Wandöffnungen im Erdgeschoss mit dreieckigem Abschluss und ihre Abgrenzung durch schmale Wandflächen.

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Für die Fahrgäste wird es aber keine wesentliche Beeinträchtigung geben, versichert Gahler. Der Bahnhof Wannsee dient vorrangig als Regional- und S-Bahnhof. Seit der Inbetriebnahme des Berliner Hauptbahnhofs vor gut elf Jahren gibt es nur noch eine Intercity-Tagesrandverbindung nach Cottbus beziehungsweise Norddeich Mole.

Weniger Vorfälle

Bei der neuen Beleuchtung gibt es offenbar keinen Zusammenhang mit Sicherheitsüberlegungen. Die Kriminalitätslage am Bahnhof habe sich im Vergleich zum Vorjahr bereits verbessert, so Gahler. Von Januar bis Mai 2016 habe es insgesamt 28 Straftaten gegeben. Anfang diesen Jahres seien die Zahlen auf 18 Vorfälle gesunken. Bei rund zwei Dritteln der Fälle handelte es sich um Sachbeschädigung.

Marley Lackermann, Bild: imago/Jürgen Ritter 

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