Respektlose Schweine

Wildschweine erneut in Friedhof eingedrungen.

Wiederholt kam es zum Eindringen von Wildschweinen auf das Grundstück des Friedhofes in den Kisseln. Das teilt das Bezirksamt mit. In Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung, dem Wildtierbeauftragten des Senats, Berliner Forsten und der Unteren Denkmalschutzbehörde sei deshalb eine Lösung zum dauerhaften Abhalten der Wildschweine vom Eindringen auf den Friedhof erarbeitet worden.

Konkrete Maßnahmen

Im Fahrbahnbereich des Haupteinganges wird eine spezielle Bodengitterkonstruktion eingebaut, über die Wildschweine nicht laufen können. Weiterhin werden alle Besuchereingänge mit neuen Türfedern ausgestattet und der immer wieder unterwühlte Maschendrahtzaun im Einfahrtsbereich Wirtschaftszufahrt Radelandstraße gegen einen eingegrabenen Stabgitterzaun ausgetauscht.

Der Einbau der Bodengitterkonstruktion am Haupteingang wird voraussichtlich noch ungefähr drei Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist die Zufahrt Pionierstraße für Besucher und Verkehr gesperrt. Es wird darum gebeten, in dieser Zeit die Nebeneingänge zum Friedhof zu nutzen. Die Bushaltestelle der BVG wird von den Arbeiten nicht betroffen sein.

Friedliches Miteinander

Frank Bewig, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Gesundheit, erklärt: „Besonders in der trockenen, warmen Jahreszeit zieht es die Tiere in die Stadt, weil dann in den innerstädtischen Grünanlagen, auf Friedhöfen und in Gärten viel leichter Nahrung zu finden ist als im Wald. Das Wissen über die Tiere und die Beobachtungen ihrer Verhaltensweisen bereichern unser Leben und legen die Grundlage zum Verständnis für die Natur. Wildtiere müssen einen entsprechenden Lebensraum in unserer Nähe, aber auf keinen Fall auf unseren Friedhöfen haben.“ Um den Wildschaden zu begrenzen und Trauernden sowie Friedhofsbesuchern eine würdige Friedhofsanlage zu präsentieren, sei diese Maßnahme unabdingbar. Bewig: „Ich hoffe, dass wir mit dieser Baumaßnahme eine gute Lösung für ein friedliches Miteinander zwischen Mensch und Tier gefunden haben“.

Red., Bild: Thinkstock/iStock/Neil_Burton

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