Musik „für umme“ und überall

Klangvoll: Das Programm zur Fête de la Musique am 21. Juni steht – in allen Bezirken gibt es ordentlich was auf die Ohren.

Was für ein Gemischtwarenladen! Na und? Genau darum geht es am 21. Juni bei der jährlichen Fête de la Musique. Entdecken und entdeckt werden, alle Bezirke einbinden und möglichst viele Musikgenres zu Gehör zu bringen – das ist der Anspruch, der auch in diesem Jahr erfüllt wird. Um 16 Uhr geht es los, drinnen und draußen und „für umme“. Bis 22 Uhr darf unter freiem Himmel musiziert werden – unverstärkt, ohne Strom. Elektronisch verstärkte Musik ist den 114 angemeldeten Bühnen-Standorten vorbehalten. Und wer dann noch munter ist (oder wird), kann ab 22 Uhr an 24 Orten indoor bei der Fête de la Nuit  fröhlich weiterfeiern.

Pure Lust am Musizieren – Berlin feiert das Leben und den Sommer

Weil es sehr schwer fällt, aus der Fülle toller Musikangebote besondere Highlights herauszuheben, haben die Veranstalter mit ein paar Tipps eher eine kleine Kostprobe in Vertretung für alle Künstler, die zur Fête de la Musique ohne Gage auftreten, zusammengestellt. Das komplette Programm mit allen Details findet sich im Internet.

Französische Klänge

Die Fête de la Musique entstand 1982 in Paris. Weil diese Veranstaltung für nur eine Stadt viel zu schön ist, wurde sie über die Jahre in fast alle Länder der Welt und in hunderte Städte getragen. Da darf natürlich Frankreichs speziellste Kunstform nicht fehlen: das Chanson.  Zeitgenössische Variationen des Chanson gibt es in Form von Ska in der Willner Brauerei (Son Kapital) und als Indie in den Heynhöfen (Terre Noire). Klassisch mit Akkordeon tritt Galyna Classe im Ganymed an und das Gainsbourg Bar Ensemble im Café Brel bringt erfahrungsgemäß den ganzen Savignyplatz in Wallung.

Reise in den Orient

Wieder dabei: „Fattouch“, eine Band aus Geflüchteten, spielen im Sharehaus Refugio

Auch in diesem Jahr gibt es auf vielen Bühnen orientalische Klänge in den unterschiedlichsten Facetten zu erleben. Während es im Olof-Palme-Zentrum mit Habibi klassisch-orientalisch zugeht, bieten improgress im Spreefeld Oriental Trip Hop mit Drum“n“Bass und Elektro. Die Amr Hammour Band mischt im Rathaus Friedenau Musik aus dem Nahen Osten mit Jazz-Elementen.

Große Bühne

Headliner der Red Bull Music Academy Stage im Mauerpark sind Flying Lotus und Grammy-Gewinner Thundercat. Heftig was auf die Ohren gibt es im Blackland mit Metal-Bands aus Chile (Sadism) und Tunesien (Devil Empire). Das Landhaus Schupke lockt mit einem astreinen Jazz-Programm und beim Finnischen Mittsommerfest in den Nordischen Botschaften ist neben Finnischem Tango mit Dalindèo auch eine hochkarätige Jazz-Band am Start.

An 19 Orten gibt es Programm für, mit und von Kindern, zum Beispiel Ich & Herr Meyer auf der RumBa-Bühne oder die Berlin Bilingual School bei Fette Musike am Kollwitzplatz mit einem Streicherensemble von Acht- bis Elf-jährigen. Auch die Nehring-Grundschule Charlottenburg ist wieder dabei, und das Klingende Mobil mit Musik-Instrumenten zum Ausprobieren gastiert diesmal am Rathaus Friedenau.

sara/red, Bilder: Dirk Mathesius, Kai Bienert, Thomas Ernst, Dominik Butzmann

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