Flüchtlinge drehen Filme

 Projekt: Erste Produktionen der Reihe „Wir sind Marzahn“ sind online aufrufbar.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es das Projekt „Wir sind Marzahn!“, bei dem es darum geht, zugezogenen Menschen eine Stimme zu geben. In diesem Frühling startete dazu eine Filmreihe, die mit Bewohnern aus dem Bezirk, Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund gefertigt wurde. “Ziel ist es, den Film als Ausdrucksmittel bereit zu stellen, um kurze dokumentarische Filmbeiträge produzieren können, in denen sie sich mit ihrer Flucht- und Migrationsgeschichte auseinander setzen können“, sagt Cordula Bienstein vom bezirklichen Migrationsdienst, die die Leitung für das Filmprojekt umsetzte. „Am Anfang war es die ganz große Aufgabe, überhaupt Infos zum Projekt an den geeigneten Stellen zu streuen“, so Bienstein. Dazu sei man in zahlreichen Flüchtlingsunterkünften zu Besuch gewesen und hatte für „Wir sind Marzahn“ geworben. „Die Resonanz und das Interesse waren gewaltig“, berichtet die Koordinatorin. Sechs Filme sind nun entstanden, von denen drei aktuell im Internet unter anderem beim kostenlosen Filmportal vimeo.de abrufbar sind.

Die Inhalte

Im ersten Kurzfilm, der auch auf der Facebook-Site von „Wir sind Marzahn“ präsentiert wird, wurde die Idee des syrischen Flüchtlings Hassan al Hashem unter dem Titel „Die Hoffnung der Asche“ umgesetzt. Hier wird die Geschichte vieler Flüchtlinge exemplarisch erzählt, in der es um Flucht, Zerstörung  und die Schicksale geht, die sich in jeglichen Kriegs- und Konfliktgebieten weltweit ereignen. „Der Film hat technisch gesehen eine richtige Kinoanmutung“, erzählt Cordula Bienstein. In Sachen Technik und Umsetzung hatten schließlich auch die beiden professionellen Filmemacherinnen Eva-Luise Volkmann und Hanne Klaas diesen vierminütigen Film betreut. Der Titel des zweiten Kurzfilms des Projektes lautet „Ich frage Dich: Woher kommst Du? Wer bist du?“  Dieser ganz allgemeinen Fragestellung folgend, schildern die Teilnehmer ihr aktuelles Leben und Befinden nach der Fluchterfahrung in eine fremde und unbekannte Zukunft. In Interviewform präsentieren sich hier die Teilnehmer in deutscher Sprache und schildern auch, wie sie Flucht und Krieg überlebt haben und sich ihre Zukunft in Deutschland vorstellen.

Zur Bürokratie

Im dritten Kurzfilm „10 Minuten“, der jetzt auch auf der Vimeo.de-Plattform, und der Facebook-Site des Projektes „Wir sind Marzahn“ zu sehen ist, geht es um die ganz konkrete Darstellung einer Befragungssituation im Büro des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten.

Filme schauen

„Weitere drei Filme sind noch in der Produktion – alle Beiträge werden aber spätestens zum Demokratiefest in den Marzahner Stadtteilzentren  gezeigt werden“, erklärt Cordula Bienstein. Das Fest findet vom 16. Bis zum 29. September statt. Vorher werden aber auch diese Beiträge auf den genannten Online-Portalen bereits zu sehen sein. Mehr Informationen zu den weiteren Projekten  „wir sind Marzahn“ findet sich auf der Aktionswebsite.

Stefan Bartylla, Bild: Wolfgang strack

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