Kleiner Schneeleopard wurde auf Kitai getauft

Tierpark: Über 1.000 Vorschläge gingen in Friedrichsfelde ein.

Eine Jury aus Pflegern und Kuratoren hat entschieden: Der kleine Schneeleoparden-Kater, für den der Berliner Tierpark über Facebook eine Aktion zur Namensgebung gestartet hatte, wird Kitai heißen. Über 1.000 Vorschläge waren auf der Social-Media-Plattform eingegangen. „Stracciatello“, „Snowflake“ und „Lucky“ oder „Balou“ hießen die Kandidaten, die nur auf den hinteren Rängen landeten. Mit dem jetzt gefundenen Namen wurde schließlich ein Bezug zur Herkunft dieser Katzenart geschlossen.

In der chinesischen Region rund um den Ort Kitai oder Cathay gibt es schließlich noch die meisten dieser Raubkatzen, die bis zu 75 Kilogramm schwer werden können und als exzellente Kletterer gelten. Irgendwie passend zur „Schnee“-Heimat konnte auch schon eine Patenschaft für die noch kleine Katze gefunden werden: Die FRONERI Schöller Gmbh, bekannt für leckere Eisspezialitäten hat diese ehrenvolle Aufgabe ab sofort übernommen. Die Besucher konnten es kaum erwarten, den Kleinen zum ersten Mal live zu sehen, doch sie mussten sich noch ein wenig gedulden. „Der kleine Leopard passte mit seinem kleinen Köpfchen durch den Zaun der Außenanlage“, sagte Kurator Christian Kern, „daher haben wir uns entschieden, seinen ersten Ausflug um eine Woche zu verschieben.“

Der kleine Schneeleopard soll in dieser Wocher erstmals die Außenanlage erkunden. „Kitai entwickelt sich prächtig und zeigt – wie für Großkatzen-Nachwuchs in diesem Alter ganz üblich – auch erstes Interesse an fester Nahrung. Noch ist es aber eher ein spielerisches Probieren,“ erklärt Christian Kern. Mindestens bis zum sechsten Lebensmonat wird der kleine Kater durch die nahrhafte Muttermilch noch ernährt werden. Für Maya und Vater Bataar war es bereits der dritte gemeinsame Wurf.

Die beiden Jungtiere aus dem Jahr 2014, Leoparden-Mädchen Naina und Alya, zogen vergangenes Jahr im Rahmen des Erhaltungszuchtprogrammes in zwei US-amerikanische Zoos nach Kalifornien und Minnesota. Schneeleoparden gehören zu den stark bedrohten Großkatzen. Nur noch rund 4.000 bis 6.600 Tiere soll es geben. Der Verlust ihres Lebensraumes und ihrer Beute wie Schraubenziegen oder Blauschafe, aber auch illegale Jagd haben die Bestände dramatisch reduziert.

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Red., Bild: Tierpark Berlin

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