Experten mit Fingerspitzengefühl

Karriere: Brauer und Mälzer sind heute gefragt wie nie.

n Deutschland werden derzeit in über 1.300 Braustätten mehr als 5.000 verschiedene Biere gebraut – Fans des Gerstensaftes könnten theoretisch also mehr als 13,5 Jahre lang jeden Tag ein neues deutsches Bier probieren. Jedes Bier hat dabei seine ganz eigene Note, vor allem in den letzten Jahren sind unzählige Bierspezialitäten hinzugekommen. Diese neue Vielfalt führt auch dazu, dass der Beruf des Brauers und Mälzers noch attraktiver geworden ist. Denn letztlich liegt es an ihrem Fingerspitzengefühl, dass alle Biere unterschiedlich schmecken. Das Können der Brauer und Mälzer wird zudem auch weltweit geschätzt, die Berufsperspektiven im Ausland sind somit ebenfalls sehr gut.

Das perfekte Mischungsverhältnis

Ob Landbiere, Kellerbiere oder regionale Bierstile – vor allem die Arbeit mit historischen Malzen und die Rückbesinnung auf handwerkliche Brautraditionen zeichnen den Markt der Bierspezialitäten und damit die Tätigkeit des Brauers und Mälzers aus. „Es geht beim Bierbrauen nicht nur darum, die vorhandenen Zutaten zusammenzuführen“, sagt beispielsweise Ulrich Biene von der Brauerei C. & A. Veltins. Das perfekte Mischungsverhältnis der Zutaten nach individuellem Rezept und der Brauprozess seien für das Ergebnis ebenso entscheidend. Heute stehe den Brauern und Mälzern für das jahrhundertealte Handwerk des Bierbrauens modernste Technologie zur Verfügung. „Vielseitige Fähigkeiten sind also gefragt, um die beliebte Ausbildung zum Brauer und Mälzer erfolgreich absolvieren zu können. Biologische und chemische Kenntnisse sind dabei ebenso wichtig wie technische und physikalische“, so Biene.

Von der Pike auf

Die Azubis durchlaufen in der Brauerei während ihrer Ausbildung alle Produktionsschritte und lernen so den traditionellen Brauvorgang von der Pike auf. Gleich ihre erste Station führt sie ins Sudhaus. „Mit dem Spindeln der Würze überprüfen die Auszubildenden den Extraktgehalt“, erklärt Ulrich Biene. Die strenge Kontrolle jedes einzelnen Produktionsschrittes sei im Sudhaus ebenso entscheidend wie im Gär- und Lagerkeller und danach im Filter- sowie im Drucktankkeller. Als letzter Teil in der praktischen Ausbildung steht das Brauereilabor auf dem Plan. „Einen Monat lang lernen die Azubis auch eine Mälzerei kennen und erleben, wie aus Gerste das Braumalz entsteht – schließlich heißt der Beruf Brauer und Mälzer“, so Veltins-Sprecher Ulrich Biene.

 djd, Bild: djd/Brauerei C. & A. Veltins

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