Drei Champions, zwei Stunden, ein Traum

Angriff auf den Weltrekord beim Gipfeltreffen der Marathon-Elite: Die 2-Stunden-Marke will geknackt werden.

Eliud Kipchoge aus Kenia will den Weltrekord knacken

Mehr kann man sich kaum wünschen. Beim 44. BMW Berlin-Marathon am 24. September treten in der Hauptstadt die drei derzeit besten Marathonläufer der Welt an die Startlinie. Die beiden Kenianer Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang treffen auf den Äthiopier Kenenisa Bekele. Und sie haben einen Traum: der Angriff auf den Weltrekord und dabei die 2-Stunden-Marke knacken. Ein solches Gipfeltreffen ist im Marathon äußerst selten. Mark Milde, Race Director des BMW Berlin-Marathon: „Dies ist eine Traum-Konstellation. Als Organisatoren wünschen wir uns gutes Wetter und einen spannenden Rennverlauf.“

Das Gipfeltreffen

Erklärtes Ziel von Eliud Kipchoge ist es, den Marathon-Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto zu unterbieten, den dieser 2014 mit 2:02:57 Stunden in Berlin aufgestellt hatte: „Jetzt ist der BMW Berlin-Marathon für mich die passende Gelegenheit, den offiziellen Weltrekord anzugreifen.“

Wilson Kispang lief vor vier Jahren Weltrekord in Berlin

Vor vier Jahren hatte Wilson Kipsang seinen großen Tag, als er beim 40. Berlin-Marathon den „Berliner“ Weltrekord seines Landsmanns Patrick Makau von 2:03:38 Stunden auf 2:03:23 runterschraubte. Doch der Rekord hielt gerade einmal ein Jahr: 2014 lief Dennis Kimetto auf der schnellen Berliner Strecke als erster Mensch den Marathon schneller als 2:03 Stunden. Bei 2:02:57 blieben die Uhren stehen. 2016 war Kipsang in Berlin sogar zehn Sekunden schneller als bei seinem Weltrekord, und doch reichte es nur zum zweiten Platz hinter dem Sieger Kenenisa Bekele.

Die deutschen Hoffnungen Philipp Pflieger (30) hatte sich beim Berlin-Marathon 2015 für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert und dabei mit 2:12:50 Stunden eine persönliche Bestzeit aufgestellt. „Die vielen tollen sportlichen Momente, die ich in Berlin schon erleben durfte, geben der Hauptstadt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.“ Das Feld der deutschen Topläuferinnen führt Anna Hahner (27) an.

Die im Schwarzwald lebende Marathonläuferin stellte hier 2014 als beste Deutsche mit 2:26:44 Stunden ihre persönliche Marathon-Bestmarke auf. „Ich freue mich riesig, wieder an der Startlinie in Berlin zu stehen“, sagt Hahner zu ihrem Start.

Schnell und unvergesslich

Auf Berlins Straßen wurden schon zehn Marathon-Weltrekorde gelaufen. Wie vielfältig und bunt das Leben in der Spreemetropole ist, führt den rund 40.000 Läufern und 5.000 Skatern die 42,195 Kilometer lange Strecke deutlich vor Augen. Denn es gibt viel zu sehen. Der Marathon ist eine einzigartige Sightseeing-Tour zu Fuß. Durch zehn Bezirke geht es an der Fangemeinde vorbei, bevor die Teilnehmer sich dem Höhepunkt nähern: dem Durchlaufen des Brandenburger Tores kurz vor dem Ziel. Zuschauern wird dringend geraten, das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Weitere Infos

„Noch knapp zwei Wochen, dann laufe ich den ersten Marathon meines Lebens. Nach monatelangem Training freue ich mich vor allem auf die einmalige Stimmung an der Strecke, die immerhin im letzten Jahr Ausschlag dafür war, dass ich mich überhaupt angemeldet habe. Dieses Mal trägt sie mich und die anderen Läufer hoffentlich über die Ziellinie!“

Abendblatt-Redakteurin Katja Reichgardt

Markus Engelhardt, Bilder: SCC EVENTS/Camera4

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