Frauensporthalle hofft auf neuen Vertrag

Freizeitforum: Zum bevorstehenden Jahreswechsel endet der besethende Kontrakt mit dem  Träger VSJ e.V. – BVV muss weitere Finanzierung jetzt im Bezirkshaushalt festlegen.

Seit Beginn 2015 gibt es im Freizeitforum Marzahn die allererste öffentlich finanzierte Sporthalle mit einen speziellen Trainings- und Übungsangebot für Frauen, Familien und Kinder.

Verlängerung steht an

Der Vertrag zur Finanzierung dieses in Deutschland einzigartigen Modells wird zum Jahreswechsel enden und jetzt geht es um eine Verlängerung, damit der Sport für Frauen, Kinder und Familien sowie die Vernetzung mit anderen Sportvereinen, Schulen, Kitas, Volkshochschule und freien Trägern weiter geführt werden kann. Zur BVV-Sondersitzung am 21. September wird der Haushalt für die Wirtschaftsjahre 2018/2019 beschlossen. Dann fällt auch die Entscheidung, ob die Frauensporthalle weiter unterstützt wird. „Mittlerweile hat die Frauensporthalle in den bezirklichen Fraktionen überwiegend Befürworter. Das Projekt wird ja auch durch den Senat sowie vom Landessportbund als gelungen eingeschätzt“, sagt Christiane Möhner, die Geschäftsführerin des Vereins „Fit und Fun in Marzahn“, der die Kurse hier organisiert. Das Konzept sei ihrer Einschätzung nach bislang ein eindeutiger Erfolg. Mittlerweile gäbe es für die Nutzung durch Kitas und Sportvereine sogar Wartelisten, so Möhner. „Wir haben erfolgreiche Kooperationen mit benachbarten Grundschulen und für unser vielfältiges Sport- und Gesundheitsangebot haben wir bereits 290 Mitglieder“, belegt sie ihre Einschätzung.

Politische Beurteilung

Auch der Marzahn-Hellersdorfer Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD) teilt diese Einschätzung, differenziert aber in eingen Teilen: „Die Halle ist noch immer ein Projekt in der Startphase. Nach gut eineinhalb Jahren fast 300 Mitglieder zu haben, ist für einen Verein sicher eine ganz gute Bilanz. Die Erwartungen an das Projekt waren ebenso wie die Bedenken enorm hoch. Die zum Teil unrealistischen Erwartungen, dass nach kurzer Zeit viel mehr Frauen und Mädchen Sport in einem Sportverein in Marzahn-Hellersdorf treiben, konnten nicht erfüllt werden“, so Lemm. Dennoch müsse man feststellen, dass die Sporthalle jetzt deutlich besser genutzt wird, als noch vor drei Jahren. Sein Urteil fällt aus diesen Gründen  geteilt aus. „Ich schätze die Arbeit vor Ort, denke aber da ist noch deutlich Luft nach oben“, so Lemm. Man sei jetzt ganz aktuell in Verhandlungen mit dem Träger über einen möglichen Weiterbetrieb. „Näheres möchte ich dazu noch nicht konkret sagen. Wir gehen aber offen in die Gespräche und schätzen die bisherige Arbeit“, so der Sportstadtrat, der weiß, dass der Verein  auch mit dem Manko der verzögerten Eröffnung der Fitnessfläche zu kämpfen hatte.  „Das ist sowohl für den Verein, aber auch für uns als Bezirk sehr ärgerlich, wurde dort doch viel Geld investiert. Da die Fitnessfläche von Anfang an gedacht, aber nicht umgesetzt wurde, lässt sich der Schaden für die Stärkung des Vereins nicht abschätzen. Ich denke aber, dass das Angebot der Frauensporthalle sicher für viele Nutzerinnen noch attraktiver wäre, wenn sie dort auch Fitness betreiben könnten“, so Lemm.

Stefan Bartylla, Bild: VSJ e.V.

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