In Dahlem geht es aufwärts

Neue Aufzüge in U-Bahnhöfen/ viele Hindernisse im Nahverkehr.

Die gute Nachricht zuerst: Die BVG baut drei U-Bahnhöfe in Dahlem barrierefrei um. Damit es auch dort für eingeschränkt mobile Menschen bald problemlos aufwärtsgeht, werden an den U-Bahnhöfen Podbielskiallee, Freie Universität (Thielplatz) und Oskar-Helene-Heim Aufzüge installiert. Derzeit laufen die vorbereitenden Maßnahmen. Da die Bahnsteige auf den Bahnhöfen sehr schmal seien, könnten die Züge während der Arbeiten dort nicht halten, teil die BVG mit. Bis zum 15. Oktober bleibt die U3 daher zwischen den U-Bahnhöfen Breitenbachplatz und Krumme Lanke unterbrochen.

Die Züge werden durch barrierefreie Busse ersetzt. Mit Rücksicht auf die Freie Universität finden die Arbeiten in der vorlesungsfreien Zeit statt. Als Entlastung der Ersatzbusse werden die planmäßig am U-Bahnhof Breitenbachplatz endenden Fahrten der Linie 101 zwischen circa 7 und 19 Uhr bis zum U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim verlängert. In der gleichen Zeit wird auch die Buslinie X83 von Dahlem Dorf bis Oskar-Helene-Heim ausgedehnt. Die Busse werden als Ersatzverkehr U3 zu den genannten Zielen ausgewiesen geschildert. Weitere Streckensperrungen werden im kommenden Jahr folgen, auch dann wieder in der vorlesungsfreien Zeit. Voraussichtlich im vierten Quartal 2018 können die Aufzüge in Betrieb genommen werden, teilt die BVG mit.

Zahlreiche Stolperfallen

Die Seniorenvertretung Steglitz-Zehlendorf begrüßt den Umbau der U-Bahnstationen, verweist zugleich aber auch auf zahlreiche Hindernisse für Menschen mit Handicap an anderen Umsteigepunkten. „Am U-Bahnhof Rathaus Steglitz ist der Aufzug immer noch nicht fertig, auch an den Bahnhöfen Friedrich-Wilhelm-Platz und Schloßstraße fehlt dieses Angebot“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Ingrid Hancke.

Barrierefreiheit ist nicht nur im Bezirk eine Dauerbaustelle

Seit rund zwei Jahren saniert die BVG drei U-Bahnstationen der Linie 9, darunter die Endstation am Rathaus Steglitz. Nicht nur wenig ortskundige Fahrgäste irren dort zwischen U-Bahn, S-Bahn und Bussen umher. Im nächsten Jahr kommt es richtig dicke: Zwischen Steglitzer Kreisel und dem Hermann-Ehlers-Platz sind drei Großbaustellen von drei Bauherren geplant. Der Verkehrsknotenpunkt wird zur Superbaustelle.

Auch der S-Bahnhof Nikolassee bereitet Hancke Sorgen. „Zum Glück gibt es zwischen den Gleisen der S7 und S9 einen Aufzug. Mit dem Rollstuhl kommt man dann zwar problemlos zum Strandbad Wannsee, nicht aber Richtung Nikolassee, denn am Haupteingang zum Hohenzollernplatz sind Treppen.“ Eingeschränkt mobile Menschen müssten dort weite Umwege in Kauf nehmen oder bereits am Bahnhof Zehlendorf den Bus 112 besteigen, um nach Nikolassee zu gelangen.

Nils Michaelis, Bilder: Klaus-Martin Höfer, Thinkstock/iStock/Polifoto

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