Abfahrt mit Hindernissen

Schwierige Lage am Bahnhof Schöneweide.

Bis zum Dezember 2021 wird   der Bahnhof Schöneweide  saniert.  Schon seit vier Jahren laufen die Arbeiten. Täglich sind  rund 43.000 Nutzer von S- und Regionalbahn auf und in  dem notdürftig instand gehaltenen Provisorium, das zugleich ein wichtiger Knotenpunkt im öffentlichen Nahverkehr ist, unterwegs. Gerade Menschen die nur eingeschränkt mobil sind, haben es oft schwer. Und die Probleme werden in nächster Zeit noch zunehmen.

Schwer erreichbar

Ab Oktober kommenden Jahres wird das Bahnhofsgebäude saniert. Dann werden beide Eingänge geschlossen. Medienberichten zufolge war ursprünglich geplant, dass die Bahnsteige dann nur noch über Treppen vom Sterndamm aus erreichbar sein sollen. Und zwar 14 Monate lang.  Der temporäre Einbau von Aufzügen an den Treppen sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich, hieß es von der Bahn. Der Berliner Behindertenverband protestierte. Bei einem ersten Infotermin im Rathaus Johannisthal  habe ein Bahnvertreter nun wissen lassen, das während der Arbeiten bei laufendem Betrieb  zumindest ein Bahnsteig immer mit einem Aufzug erreichbar bleiben soll, berichtet der Abgeordnete Lars Düsterhöft (SPD).

Außerdem, werde die Bahn vom Bahnhof Schöneweide einen Shuttle-Service mit Bussen zu den S-Bahnhöfen Baumschulenweg und Betriebsbahnhof Schöneweide einrichten, um den barrierefreien Zugang zu den Zügen zu gewährleisten. „Der Unmut der Bürger scheint gefruchtet zu haben, endlich kommt Bewegung in die Sache“, sagt Düsterhöft. Der 35-Jährige ist in seiner  Fraktion für Menschen mit Behinderung zuständig.  Die Barrierefreiheit an der Station sei die größte Sorge vieler Anwohner in Johannisthal und Niederschöneweide.  Auch nach der Bahnhofssanierung  dürfte das Gebiet reich an Hindernissen bleiben. Noch im Jahr 2021 wird die BVG die ersten Straßenbahngleise abtragen. Ein Jahr darauf  beginnt der Bezirk mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Dieser, wie auch der Bahnhof selbst,  ist wenig ansehnlich. Dreck und Vandalismus prägen die Szenerie, in vielen Ecken riecht es nach Urin. Was auch daran liegt, dass es dort keine öffentlichen Toiletten gibt.  Die Sanierung des Bahnhofs Schöneweide ist  eine Etappe im Gesamtvorhaben „Ausbau Görlitzer Bahn“ vom Treptower Park bis Königs Wusterhausen. 350 Millionen Euro soll das kosten, 45 Millionen sind  für Schöneweide vorgesehen.

Nils Michaelis, Billd: imago/Steinach 

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