Häuser, die sich selbst versorgen

Klimaschutz: Aktionswoche zur Energiewende startet am 16. Oktober.

Die Gelbe Siedlung in Hellersdorf ist ein Vorzeigeprojekt für die Energiewende. Seit März 2014 können die Mieter hier umweltfreundlichen Solarstrom nutzen, der auf den Dächern ihrer Häuser erzeugt wird. Dazu wurden auf 50 Gebäuden zwischen Erich-Kästner-Straße und Carola-Neher-Straße, in denen etwa 3.000 Mietparteien leben, rund 8.000 Solar-Elemente montiert. Es ist die größte Solaranlage, die bisher auf deutschen Wohngebäuden installiert wurde. Je nach Erzeugung und Nachfrage stammen 40 bis 50 Prozent der im Gelben Viertel benötigten Energie aus Solarstrom von den Dächern. Hellersdorfer Mieter, die den Strom vom Hausdach nutzen, bezahlen dafür weniger als für marktübliche Ökostromtarife. Entfallende Netzentgelte, eine reduzierte Umlage und die geringer ausfallende Stromsteuer senken den Strompreis deutlich.

Vielfältige Projektschau

Die Aktionswoche „Berlin spart Energie“ bietet in sämtlichen Berliner Bezirken während der Aktionswoche vom 16. bis 21. Oktober in Führungen und Spaziergänge solche Blicke hinter die Kulissen der Energiewende in der Hauptstadt. Im Rahmen von Thementouren, auf Fachveranstaltungen oder in Workshops präsentieren Bezirke, Institutionen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Projekte, Beiträge und Ideen. Die Aktionswoche zeigt anhand von vorbildhaften Projekten, wie die Energiewende bereits ganz konkret umgesetzt wird, kündigen die Initiatoren an. Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos/für Grüne): „Die Aktionswoche „Berlin spart Energie„ zeigt eindrucksvoll: Berlin befindet sich auf dem Weg zur Modellstadt für den urbanen Klimaschutz. Dies belegen viele große und kleine Projekte, die auch über die Stadtgrenzen hinaus starke Impulse setzen.“

Die interessierte Öffentlichkeit und Fachleute können sich über eine Fülle von Energiethemen und Praxisprojekte informieren: Das reicht von innovativen Neubauprojekten wie dem „Energieüberschusshaus“, das mehr Strom erzeugt, als die Bewohner verbrauchen, bis zu Beispielen der energetischen Gebäudesanierung. Auch Klassiker wie die Energiesparberatung sind im Angebot. Bei einer Exkursion zu einem Windpark der Berliner Stadtwerke oder beim Besuch eines Müllheizkraftwerks wird erfahrbar, wie die regenerative Energieversorgung der Stadt umgesetzt wird. Auch dezentrale Versorgungslösungen wie Solarstrom, urbane Windkraft oder Nah- und Fernwärme werden bei der Aktionswoche vorgestellt. Weitere Programmangebote widmen sich innovativen Start-ups im Energie- und Klimaschutzbereich, Speicherlösungen für Strom und Wärme sowie aktuellen Forschungsthemen. Im „Future Party Lab“ wird die Clubszene konkrete Ideen entwickeln, wie Clubs beim Thema Heizenergie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Die Teilnahme an der Programmangeboten der Aktionswoche ist kostenfrei. Die Anmeldung ist ab sofort auf der Kampagnenwebseite von „Berlin spart Energie“ möglich.

(red)

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