Sicherheit auf der Einkaufsmeile

City West: Interessengemeinschaft Kurfürstendamm fordert Beton-Poller.

Tausende Menschen, Berliner und Touristen tummeln sich jeden Tag auf dem Kurfürstendamm. Seit dem Terroranschlag im vergangenen Winter am Breitscheidplatz wächst zumindest bei den Händlern die Sorge um die Sicherheit der beliebten Einkaufsmeile. Seit Längerem diskutieren die Gewerbetreibenden, ob die Aufstellung von Betonpollern, ähnlich denen am Breitscheidplatz, auch an der Shoppingstraße sinnvoll sei.

Vor einigen Tagen trafen sie sich dazu mit Vertretern der Polizei, die den wachsenden Wunsch nach Sicherheit ebenfalls bemerkt hat – und zudem gegen alltägliche Kriminalität im Viertel vorgehen will. Zwar könne sie bisher Erfolge wie etwa beim Rückgang der Taschendiebstähle verbuchen, gleichzeitig registriert sie aber auch eine steigende Zahl an Einbrüchen und Autodiebstählen. Organisator des Abends ist die Interessengemeinschaft Kurfürstendamm, die sich aus mehreren Gewerbetreibenden am Ku’damm zusammensetzt.

Mehr Sicherheit

„Es gibt viele Themen, welche die Händler bewegen. Eines davon sind die Poller“, so Peter-Michael Riedel, Vorsitzender der Gemeinschaft. Bereits kurz nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt waren Forderungen nach den schützenden Betonpollern laut geworden, die Amokfahrt in Barcelona bestärkte den Wunsch der Händler erneut. Die würden tatsächlich in das neue, erweitere Sicherheitskonzept der Polizei passen, die vermehrt auf autofreie Zonen während Großveranstaltungen setzt und mit mehr Präsenz auf die erhöhte Terror-Gefahr reagiert. Die Innenverwaltung zeigt sich kooperationsbereit, was die Aufstellung der Poller angeht, verweist aber auf den Bezirk, der die Entscheidungsmacht in solchen Fragen trage. Aber auch andere Themen rund um das Thema Sicherheit an der beliebten Einkaufsstraße unweit des Tiergartens treiben die Händler und Besucher um.

Weniger Taschendiebstähle

Mit einer Zahl von 69.000 Straftaten je 100.000 Bewohner gehört die Meile zweifellos zu den Kriminalitätsschwerpunkten der Stadt. Und das obwohl die Polizei in den vergangenen Jahren bereits ganze Arbeit leistete und sowohl die Anzahl der Taschendiebstähle als auch der Hütchenspieler um bis zu 50 Prozent minimieren konnte. Gestiegen sind hingegen die Zahlen an Einbrüchen in Geschäftsräume rund um den Ku’damm und die der Auto-Diebstähle sowie die Anzahl illegaler Autorennen, deren Folgen in der vergangenen Zeit ebenfalls häufiger für Schlagzeilen sorgten.

Red/Kr, Bild: thinkstock/istockTeka77

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