Theater an der Parkaue ist endlich wieder zuhause

Nach drei verschobenen Eröffnungsterminen steigt die Premiere  am 10. November .

Mit gleich zwei Aufführungspremieren gibt das Theater an der Parkaue am alten Traditionsstandort ab dem 10. November sein großes Comeback nach zweijähriger Umbaupause.

Zwei Premieren

Während das Stück „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende allein im Titel ein wenig Erinnerungen an die Sanierungsarbeiten mit den insgesamt drei verschobenen Wiedereröffnungsterminen wecken darf, passt das Thema der Uraufführung „In Dir schläft ein Tier“ haargenau zum diesjährigen Parkauen-Motto „Utopien –Pioniere – Zukunft“, unter dem die neue Spielzeit in den frisch umgebauten Räumen starten soll. Oliver Schmaerings leidenschaftliche Hommage an die Wissenschaft, die von Revue bis Lyrik alle Register zieht, erzählt von den „Rettern der Kinder“, den medizinischen Pionieren Emil von Behring und Paul Ehrlich, die den zunächst aussichtslos scheinenden Kampf gegen die „Diphterie“ gewannen und damit Millionen von Kindern eine Zukunft überhaupt erst ermöglichten.

Überall verteilt

17 Millionen Euro hat der Senat für die Umbauarbeiten am genau 107 Jahre alten Haus investiert und die über 100 Theatermitarbeiter des „Jungen Staatstheaters“ hatte es an viele verschiedene Standorte Berlins verschlagen, während hier an der Lichtenberger Parkaue die Theatersäle denkmalgerecht modernisiert wurden. Vorbei nun die Zeit im Exil, in der es im Prater in Prenzlauer Berg oder im Kulturhaus Karlshorst die Aufführungen gab und die Verwaltung in Alt-Friedrichsfelde untergebracht war. „Alle freuen sich, wieder auf die gemeinsame Zeit unter einem Dach. Die Vorbereitungen für die Eröffnungswoche im November laufen dafür auf Hochtouren“, sagt Intendant Kay Wuschek, der immer noch nicht zu hundert Prozent an den die Umsetzung des bevorstehenden Eröffnungstermins glauben mag. „Die bisherigen Verschiebungen haben alle Planungen für Engagements von Künstlern und die inhaltliche Abstimmungen erschwert. Eigentlich benötigt man dafür immer einen Vorlauf von rund zwei Jahren“, erläutert der Intendant des traditionsreichen Jugendtheaters auch die aktuellen Schwierigkeiten.

Erhebliche Erleichterung

Theaterintendant Kay Wuschek ist froh, endlich wieder mit dem gesamten Ensemble im Stammhaus an der Parkaue wieder arbeiten zu können

Mit dem Ergebnis des Umbaus selbst sind Wuschek und sein Team sehr zufrieden. Wichtigste Neuerungen jetzt: Saal zwei und drei können nun gleichzeitig bespielt werden, ohne dass die Aufführungen akustisch einander stören. Auch ein eigenes Requisitenhaus mit Kostümfundus und Kulissenlager werden den Theaterbetrieb in Zukunft enorm erleichtern. Früher mussten die Kulissenbilder zwischen den Spielzeiten eines Stückes zerlegt, verpackt und auf dem nahe gelegenen Containerbahnhof gelagert werden. „Dort wurden die Container immer wieder mal aufgebrochen“, sagt Wuschek, der jetzt froh ist, dass mit dem Umbau alles bei Bedarf über den groß gestalteten Übergang zwischen dem neu gebauten Fundus und dem Bühnenturm in die Säle verschoben kann.

Mit Geburtstagsfeier

In die große Eröffnungswoche zwischen dem 10. November und 18. November fällt übrigens auch der Geburtstag des Theaters, das bereits jetzt für die kommende Spielzeit zu fast 90 Prozent ausverkauft ist. Zumeist ganze Schulklassen, Kita- und Jugendgruppenbuchen die Vorstellungen  des Hauses  „Am 16. November vor 68 Jahren gab es die Premierenvorstellung des Hauses im Maxim-Gorki-Theater“, sagt Wuschek. Die fand damals  auch im „Exil“ statt, ehe sich die lange Tradition  an der Parkaue über die Jahrzehnte hinweg entwickeln konnte.

Autor und Bild: Stefan Bartylla, Titelbild: Volker Metzler

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